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Übersicht High am Arbeitsplatz: Welche Aufputschmittel wie wirken

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Amphetamine

Stimulanzen für die Psyche

Die Substanz

Im Gegensatz zu Kokain, das aus den Blättern der Kokapflanze gewonnen wird, werden Amphetamine synthetisch hergestellt. Sie werden meist als Tabletten geschluckt, lassen sich aber auch als Pulver schnupfen. In den USA ist Amphetamin im Präparat Adderall enthalten, das gegen die Hyperaktivitätsstörung ADHS verschrieben werden kann.

Die Wirkung

Amphetamine erregen das zentrale Nervensystem und setzen im Gehirn die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin frei. Dopamin wird im Volksmund auch als „Glückshormon“ bezeichnet. Schon geringe Dosen Amphetamin machen euphorisch und steigern Rededrang und Selbstvertrauen. Das angenehme Gefühl entspannter Aufmerksamkeit und Stärke stellt sich ein. Grundbedürfnisse wie Hunger, Durst und Schlaf werden unterdrückt.

Die Risiken

Zu den Nebenwirkungen gehören unvermittelte Aggressionen, Gewaltausbrüche und Verfolgungswahn. Auch so genannte „Amphetaminpsychosen“ sind möglich, bei denen starke Halluzinationen auftreten können. Außerdem vergiftet Amphetamin den Körper: Herzschlag und Blutdruck verändern sich, man schwitzt oder fröstelt, ist verwirrt und muss mit Krampfanfällen und Übelkeit rechnen. Amphetamine führen außerdem schnell zu einer starken psychischen Abhängigkeit.

Der Entzug

Wer die Substanz absetzt, muss mit Schlaflosigkeit und Unruhe rechnen; auch Stimmungsschwankungen, Angststörungen und Depressionen sind möglich.  

Methylphenidat

Erwachsene setzen auf das „Kinder-Kokain“

Die Substanz

Methylphenidat ist eine Amphetamin-ähnliche Substanz, mit der vor allem die Aufmerksamkeitsdefizits- und Hyperaktiviätsstörung ADHS bei Kindern behandelt wird. Sie ist in den Medikamenten Ritalin, Medikinet und Concerta enthalten. Es mehren sich die Fälle, in denen Konsumenten die Tabletten zermahlen und in größeren Dosen schnupfen. Gebräuchliche Spitznamen sind deswegen „Kiddie-Coke“ oder „Kinder-Kokain“.

Die Wirkung

Anders als Amphetamin erhöht der Stoff nicht die Ausschüttung von Dopamin, sondern sorgt wie Kokain dafür, dass es von den Präsynapsen nicht wieder aufgenommen werden kann, indem es das Dopamin-Transporter-System blockiert. So steigt die Konzentation des Botenstoffs Dopamin an. Methylphenidat wirkt antriebssteigernd und kann in hohen Dosen wie Amphetamin Halluzinationen und überschwängliche Euphorie auslösen.

Die Risiken

Methylphenidat hemmt den Appetit und kann für Übelkeit sorgen, oft erhöht es Pulsfrequenz und Blutdruck. Sehr häufig sind Nervosität und Schlaflosigkeit; manche Konsumenten werden gereizt und aggressiv. Auch Schwindel, Fieber uns Psychosen sind nicht ausgeschlossen. Stark überhöhte Dosen können abhängig machen, zu Herzrhythmusstörungen führen und den Konsumenten ins Delirium befördern.   

Der Entzug

Wenn Methylphenidat nach längerer Einnahme ohne Übergang abgesetzt wird, kann es zu depressiven Verstimmungen und Gereiztheit kommen. Offiziellen Angaben zufolge sind bei sachgemäßem Gebrauch bisher noch keine Fälle von Abhängigkeit bekannt geworden.

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