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Ungezwungener Freitag Bye Bye Skinny-Jeans?

Hosen, egal ob Anzugshose oder Freizeit-Jeans, können gar nicht eng genug sein. Suggeriert zumindest die Mode. Doch langsam kommt wieder Bewegungsfreiheit ins Beinkleid, die ersten Schlaghosen sind schon zurück.

Welche Jeans zu Ihnen passt
Regular FitDer Klassiker unter den Jeans: Die „Levi's 501“, die bei anderen Anbietern als „Regular Fit“ bezeichnet wird. Entwickelt von Levi Strauss & Co. und 1890 nach der Produktionsnummer 501 benannt, ist sie das älteste und bekannteste Jeansmodell. Durch ihren geraden Schnitt liegt sie am Oberschenkel eng an und wird nach unten hin weiter. Daher wird das Modell in Deutschland auch als „Gerades Bein“ bezeichnet. Doch nur weil sie als „reguläres“ Modell gilt, heißt das nicht, dass sie generell zu jedem Typ passt. Für eine breite Hüfte und kräftige Beine ist sie eher nichts. Quelle: Presse
Low WaistBei Low-Waist-Jeans sitzt der Hosenbund sehr tief auf der Hüfte. Sie eignen sich vor allem für Menschen mit schmaler Figur und trainiertem Bauch – schließlich sollte über dem Bund nichts hervor stehen. Im Büro sollten Jeans allerdings nicht zu tief sitzen. Quelle: Presse
High WaistDie High-Waist-Jeans sitzt mindestens auf der Taille oder höher. Damit bietet sie sich für Frauen mit breiter Hüfte und kurviger Figur an. Wichtig ist allerdings ein flacher Bauch, da dieser durch die hoch sitzende Hose betont wird. Ob Low Waist oder High Waist: Diese Passformen eignen sich eher für Frauen. „Zu hoch oder zu tief sitzende Jeans können bei Männern albern aussehen“, sagt Modeexperte Bernhard Roetzel. Quelle: Presse
RöhreRöhrenjeans sind hauteng geschnitten, betonen die Figur und eignen sich eher für Frauen. Da Problemzonen sofort auffallen, ist hier Vorsicht geboten. Noch mehr gilt das für die Skinny Jeans, die durch ihren elastischen Stretch-Denimstoff noch enger anliegt. Quelle: Presse
Loose FitDahinter verbergen sich sehr weit geschnittene Jeans. Diese wirken lässig – und im Beruf auch schnell nachlässig. Für den Büro- und Geschäftsalltag sind sie nicht geeignet. Noch stärker gilt das für die sehr weite, ausgebeulte und tief sitzende Baggy-Jeans. Quelle: Presse
HochwasserhoseDie Hochwasserhose ist etwas kürzer als reguläre Modelle und endet bereits am Knöchel. Damit könnte sie sozusagen auch bei Hochwasser getragen werden, um nicht nass zu werden. Sie ist klassisch, aber trotzdem modern - eignet sich jedoch vor allem für schmale Figuren. Quelle: Presse
BootcutHinter dem Bootcut verbergen sich Jeans mit Schlag: Am unteren Ende ist sie etwas weiter geschnitten, sodass sie sich auch über Stiefel tragen lässt. Der Bootcut bietet sich für größere Menschen an, da die Jeans das Bein durch den Schlag optisch verkürzt. Grundsätzlich raten viele Experten vom Bootcut ab. Quelle: Presse

Normalerweise pflegen Modemenschen mit dem Wort revolutionär nicht zu geizen. Vor wenigen Tagen erst fragten sich zwei Redakteurinnen der „Welt“-Luxusbeilage „Icon“: „Steht die Revolution der Modebranche kurz bevor?“ „Zeit Online“ fasste die aktuelle Mailänder Modewoche unter der Überschrift „Revolution der Freaks“ zusammen. Und natürlich, die Evergreens: Yves Saint Laurent revolutionierte das Frauenbild, Jean-Paul Gaultier löste mit seinem ersten Duft eine Revolution in der Welt der Parfums aus.

Doch mit den wahren Revolutionen verhält es sich etwas anders. Sie schleichen sich ganz still und leise an. So subtil, dass man hinterher gar nicht richtig sagen, wann es genau passiert ist – aber irgendwann ist alles anders. Keine Sorge: Von diesem Punkt sind wir in der aktuellen Buchsenbewegung weit entfernt. Noch schmiegen sich unsere Hosen gewohnt eng ans Bein. Aber wie lange noch?

So kleiden Sie sich richtig

Es war um die Jahrtausendwende, als der bis dato unbekannte Designer Hedi Slimane ausgerechnet für das Traditionshaus Dior eine Revolution anzettelte. Er zeigte erstmals schmale Anzughosen zum kurzen, taillierten Sakko. Heute völlig normal, doch damals löste die veränderte Silhouette bei Karl Lagerfeld eine fast manische Begeisterung aus. 40 Kilo nahm der Designer ab – nur um in Slimanes Anzüge zu passen. Damit gehörte Lagerfeld natürlich zu den Trendsettern, bis die engen Hosen das alltägliche Straßenbild von Aurich bis Augsburg bestimmten, vergingen weitere fünf Jahre. Geht man von dieser Zeitspanne aus, wird es noch mindestens zwei Jährchen dauern, bis das Zeitalter der Röhre endgültig vorbei ist.

Schlaghosen und Hosenröcke

Was wir dann tragen? Noch sind sich die Designer uneins. Das Label der Stunde, Céline, feiert bereits seit zwei Jahren die Rückkehr der Schlaghose. Michael Kors, Dries van Noten und Chloé setzen ebenso lange schon auf Culottes, eine Art Hosenrock, die knapp über dem Knöchel endet. Wieder andere sehen eine auf den ersten Blick sehr seltsam anmutende Form auf dem Vormarsch: Die „Cropped Kick-Flare“ endet ebenfalls knapp über dem Knöchel, ist schmal, aber nicht hauteng geschnitten, mit kleinem Schlag am Ende.

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Klingt komisch, sieht aber halb so schlimm aus. Übrigens gilt das für Männer wie für Frauen. Zwar wird beim Mann auf das ausgestellte Bein verzichtet, aber grundsätzlich gilt auch hier: Die Beinkleider werden deutlich weiter und kürzer. Für die Figur ist das vorteilhaft, für den Kleiderschrank nicht. Die Hosenform beeinflusst maßgeblich die restliche Garderobe. Neue Beinkleider, das heißt eben auch neue Schuhformen, andere Jackenschnitte und Mäntellängen. Sah eine weit fließende Seidenbluse zur Skinny-Jeans hervorragend aus, verkommt sie, zur verkürzten Schlaghose getragen, zum dickmachenden Sack. Wenn die Musik unterhalb des Hosenbundes spielt, muss oben Stille herrschen.

Geht gut: zum engen Rolli, ganz kurzen Jacken und sehr langen Mänteln, zur Stiefelette mit höherem Schaft und schmalen Sneaker.

Geht gar nicht: zu voluminösen Mänteln in A-Linie und dicken Daunenjacken.

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