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Euler Hermes Ratings Allianz verkauft Rating-Tochter an Scope

Europas größter Versicherer veräußert seine Rating-Tochter rückwirkend an die Berliner Agentur Scope. Diese ist nun an acht Standorten aktiv.

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Die Länder-Ratings sind von dem Verkauf unberührt, erklärte der Versicherer. Quelle: dpa

Die Allianz trennt sich vom Geschäft ihrer Tochter Euler Hermes mit Bonitätsbewertungen für kleinere Unternehmen und Projektfinanzierungen. Euler Hermes Ratings geht rückwirkend zum 1. Januar an die Berliner Ratingagentur Scope, wie der neue Eigentümer am Mittwoch mitteilte. Scope-Chef und Gründer Florian Schoeller bezeichnete die Übernahme als „nächsten Schritt zur Konsolidierung des europäischen Ratingmarkts“.

Scope war 2002 als Gegengewicht zu den angelsächsisch geprägten Agenturen S&P, Moody's und Fitch gegründet worden. Diese dominieren den Markt für Ratings großer Unternehmen und Anleihen freilich weiterhin. Für Scope kommt mit den Euler-Hermes-Ratinganalysten Hamburg als achter Standort hinzu.

Scope beschäftigt damit nach eigenen Angaben künftig rund 230 Mitarbeiter. Das Unternehmen gehört zu jeweils 40 Prozent und dem BMW-Großaktionär Stefan Quandt, 20 Prozent liegen bei einer Stiftung.

Euler Hermes war schon 2001 ins Geschäft mit Unternehmens- und Projektratings eingestiegen. Die Länder-Ratings, die Europas größter Kreditversicherer zur Einschätzung der Export- und Import-Risiken in einzelnen Ländern verwendet, sind von dem Verkauf unberührt, wie eine Sprecherin betonte.

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