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Aktien, Anleihen, FondsDie Anlagetipps der Woche

Nach Abschreibungsverlusten sollte der Goldförderer Agnico Eagle Mines wieder auf den alten Wachstumspfad zurückkehren und eine attraktive Anlagemöglichkeit bieten. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage. 15.02.2014 - 06:00 Uhr

Aktientipp - Agnico Eagle Mines: Wieder zurück auf dem alten Wachstumspfad

Überirdisches Gold in Form von Barren und Münzen kann im Preis schwanken, ist aber bereits gefördert und weist somit keine operativen Risiken auf. Gold im Boden muss dagegen erst noch gefördert werden. Und auf dem Weg nach oben lauern mitunter besondere Risiken für einen Goldförderer.

Hart zu spüren bekam das der mittelgroße kanadische Goldproduzent Agnico Eagle Mines vor gut zwei Jahren. Damals musste das Management entscheiden, die Produktion in der kanadischen Goldex-Mine nach einem Wassereinbruch einzustellen und das Investment komplett abzuschreiben. Für einen kleinen Goldförderer mit nur einer Mine wäre dies das Aus gewesen. Agnico Eagle war aber nicht in Gefahr. Das verbliebene Minen- und Projektportfolio erwies sich als robust genug, den Rückschlag abzufedern. Dafür sorgten drei andere produzierende Goldbergwerke in Kanada, je eines in Finnland und Mexiko sowie eine weitere mexikanische Mine, deren Produktion zwischenzeitlich startete. Die Minen arbeiteten auch während der Goldpreisschwäche profitabel, 2013 bei Gesamtkosten je geförderter Unze von 925 Dollar. Allerdings kamen auch die Kanadier wegen des Goldpreisverfalls nicht um Abschreibungen herum. Unter dem Strich stand deshalb 2013 ein Verlust von gut 400 Millionen Dollar.

Die wichtigsten Fakten zu Gold
Die gesamte Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 betrug 929,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 952,8) gefallen.Quelle: World Gold Council
Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im dritten Quartal 2014 insgesamt 534,2 Tonnen und ist damit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 556,3) gefallen.
Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im dritten Quartal 2014 auf 97,9 Tonnen und fiel, verglichen mit den 103,1 Tonnen im dritten Quartal 2013, um fünf Prozent.
Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im dritten Quartal 2014 deutlich gesunken – auf 245,6 Tonnen. Ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2013 (Q3: 312,3).
Dass die Gesamtnachfrage nach Gold gefallen ist, ist auch auf die Abflüsse aus Gold-EFTs zurückzuführen. Im dritten Quartal 2014 beliefen sich diese auf 41,3 Tonnen. Allerdings ist das deutlich weniger als im Vorjahr. Im dritten Quartlal 2013 betrugen sie noch 120,2 Tonnen.
Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im dritten Quartal 2014 92,8 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von neun Prozent (Q3'13: 101,5).
Die Goldnachfrage im Investment belief sich im dritten Quartal 2014 auf 204,4 Tonnen. Das ist eine minimale Steigerung von sechs Prozent, im Vorjahresquartal waren es 192 Tonnen.

Jetzt sollte der Goldförderer aber wieder auf den alten Wachstumspfad zurückkehren. Denn mit der Wiederaufnahme der Produktion in Goldex und nach dem Produktionsstart der neuen Mine La India in Mexiko wird sich die Jahresproduktion bis 2016 um voraussichtlich 16 Prozent auf 1,275 Millionen Unzen erhöhen. Zugleich werden sich die jährlichen Kapitalausgaben von zuletzt 580 Millionen Dollar spürbar verringern. Steigende Produktionsmengen bei geringeren Kapitalausgaben sollten deshalb wieder für positive freie Mittelzuflüsse sorgen und die Finanzlage stabilisieren. Agnico Eagle verfügte zuletzt über 245 Millionen Dollar Liquidität bei Verbindlichkeiten von gut einer Milliarde Dollar.

Der an der Börse mit 5,7 Milliarden Dollar bewerte Goldförderer hat Zugriff auf Reserven von 16,9 Millionen Unzen Gold. Hinzu kommen 96 Millionen Unzen Silber, 220.000 Tonnen Zink und 73.000 Tonnen Kupfer.

10 Tipps für Börseneinsteiger
Bevor ein potentieller Anleger zum ersten Mal Aktien kauft, sollte er sich Gedanken darüber machen, welches Ziel er mit der Geldanlage verfolgt und für welchen Anlegertyp er sich hält. Wenn mit den Aktien später die Altersvorsorge aufgestockt oder das Studium der Kinder finanziert werden soll, muss an der Börse eine andere Taktik angewendet werden, als wenn es um kurzfristige Gewinne geht. Die grundlegende Frage ist: Sind Sie auf den Betrag angewiesen und investieren deshalb lieber mit möglichst geringem Risiko oder können Sie eventuelle Verluste verschmerzen und renditestärkere aber auch riskantere Papiere kaufen?
Wer die Frage nach der eigenen Risikoneigung mit "no risk, no fun!" beantwortet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zwar sehr viel gewinnen, aber auch sehr viel verlieren kann. Für den Anfang schadet es nicht, auf eine langfristige Strategie zu setzen und die Entwicklungen an den Märkten zu beobachten. Kleine Zockereien für den Nervenkitzel sind dann im Verlustfall besser zu verschmerzen. Nach dem Geckoschen Leitsatz "Greed is good" sollten Börsenneulinge nicht handeln.
Was eine Aktie ist und wie sie funktioniert, dürfte jedem klar sein. Wer sein Depot auch mit Anleihen und Zertifikaten füllen möchte, sollte nur in Produkte investieren, die er auch versteht. Wer nur auf die Renditeversprechen hört und Produkte kauft, deren Vor- und Nachteile, beziehungsweise Funktionsweisen er nicht begreift, fällt über kurz oder lang auf die Nase.
Bevor Sie ein Depot eröffnen, vergleichen Sie die Gebühren der Banken. Je höher die Gebühren sind, desto geringer fällt die Rendite nachher aus. Direktbanken haben im Regelfall günstige Konditionen und bieten kostenlose Depots an.
Anleger sollten ihr Geld - und damit auch ihr Risiko - zumindest am Anfang möglichst breit streuen. Verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Märkte wie Rohstoffe und Energie, sowie auf Aktien, Fonds und Anleihen.
Wer seinem Portfolio Fonds oder Zertifikaten beimischt, sollte auch innerhalb dieser Anlageklassen auf eine gute Mischung achten. Fondsanbieter und deren Produkte lassen sich online schnell vergleichen. Wer nicht nur in ein oder zwei Gesellschaften investiert, ist auf der sicheren Seite.
Besonders wichtig ist, dass Sie sich Zeit nehmen für Ihre Geldanlage und Ihr Depot regelmäßig überprüfen: Welche Anlageinstrumente haben sich wie entwickelt? Ist es Zeit, das Depot umzuschichten, oder läuft alles in meinem Sinne?
Bei der Überprüfung des Depots sollte man sich immer mal wieder fragen: Würde ich diese Aktie oder diesen Fonds heute noch kaufen? Lautet die Antwort ja, behalten Sie das Produkt. Sind Sie von der Qualität nicht mehr überzeugt, wird es Zeit zum Verkauf.
Entwickelt sich eine Aktie oder ein sonstiges Produkt nicht so, wie geplant, sollten Sie nicht zögern, es zu verkaufen. Sogenannte Stopp-Loss-Orders, also Untergrenzen, bei denen verkauft werden soll, können hilfreich sein. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man den Kurs nicht permanent selbst im Auge behalten kann oder will.
Grundsätzlich gilt: Verlieren Sie nicht die Nerven. An der Börse gibt es Kursschwankungen, Aktienkurse können unerwartet einbrechen. Das sollte aber kein Grund sein, den Kopf zu verlieren. Panische und unüberlegte Deals kosten meist mehr Geld als die Abwärtstrends.

Biotechnologie ist eine Wachstumsbranche. Steigende Gesundheitsausgaben, neue Medikamente und Therapien sowie der Ausbau der Gesundheitssysteme in den Schwellenländern beflügeln die Nachfrage. Derzeit legt der Umsatz der Branche im Jahresschnitt um etwa zehn Prozent zu. Aus 114 Milliarden Dollar Jahresumsatz mit biotechnologisch hergestellten Medikamenten (2013) dürften bis 2015 mehr als 135 Milliarden Dollar werden.

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hat gut Lachen: "Wir werden in diesem Jahr wahrscheinlich erstmals mehr als zehn Millionen Fahrzeuge verkaufen, dieses große Ziel hatten wir eigentlich erst für 2018 angestrebt", sagte Winterkorn der „Bild am Sonntag“. "Unser großer Wachstumsmarkt ist natürlich China. Dort werden wir in diesem Jahr voraussichtlich 3,6 Millionen Autos verkaufen, von denen übrigens weit über 90 Prozent vor Ort in China gebaut werden."

Erreicht VW dieses Ziel, stiegen die Wolfsburger dadurch zum größten Automobilhersteller der Welt auf. Doch noch sieht das Ranking der größten Autobauer wie folgt aus...

Foto: dpa

Bentley

Der britische Luxuswagen-Hersteller Bentley hat im abgelaufenen Jahr so viele Autos verkauft wie noch nie. Die Volkswagen-Tochter mit Sitz in Crew lieferte 2013 genau 10.120 Wagen aus. 2012 waren es 8510. Im bisherigen Rekordjahr 2007 waren 10.014 Bentleys verkauft worden, wie Vorstandschef Wolfgang Schreiber sagte. „2013 ist das vierte Jahr in Folge, in dem der Absatz zweistellig steigt“, so Schreiber. Der weltweite Marktanteil im Preissegment über 150.000 Euro liege bei 25 Prozent.
86 Prozent der Produktion geht in den Export, vor allem in die USA, China und Nahost. Der europäische Markt läuft schleppender. Allerdings stieg auch der Absatz in Deutschland deutlich. 544 Bentleys wurden den Angaben zufolge 2013 nach Deutschland geliefert, ein Plus von 22 Prozent zum Vorjahr. Kunden warten derzeit im Schnitt 45 Monate auf ihren bestellten Bentley. Schreiber will den Absatz bis 2018 auf 15.000 Autos hochschrauben und dafür in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro in den Standort Crew investieren. Die Mannschaft von derzeit 3700 Mitarbeitern soll allein um 400 zusätzliche Leute aufgestockt werden, um bis 2016 einen luxuriösen Geländewagen auf den Markt zu bringen.

Von den Absatzzahlen der Autohersteller wie Audi, BMW oder Daimler kann Bentley allerdings nur träumen...

Foto: REUTERS

Audi

Audi hat auch im Dezember deutlich mehr Autos verkauft und damit erneut ein Bestjahr perfekt gemacht. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern weltweit rund 1,57 Millionen Autos, ein Plus von 8,3 Prozent. Bereits im November hatte Audi die Rekordwerte von 2012 erreicht. „Unser strategisches Etappenziel von 1,5 Millionen Auslieferungen haben wir zwei Jahre früher als geplant erreicht und sogar komfortabel übertroffen“, sagte Vorstandschef Rupert Stadler.

Foto: REUTERS

Daimler

Die Schwaben haben und im vergangenen Jahr 1,32 Millionen Autos ihrer Top-Marke Mercedes verkauft. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Foto: dapd

BMW

Von ihrer Kernmarke setzten die Bayern im vergangenen Jahr 1,54 Millionen Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber 2011.

Foto: dpa

Fiat-Chrysler

Der Fiat-Konzern lieferte im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Fahrzeuge weltweit aus - sechs Prozent mehr als 2011. Fiat profitiert dabei vom guten Geschäft der US-Tochter Chrysler. Denn ähnlich wie die Kollegen von PSA Peugeot Citroen litten die Italiener massiv unter der Absatzkrise in Europa, sie verkauften dort 16 Prozent weniger als im Vorjahr.

Foto: dpa

Nissan Renault

Carlos Ghosn - Chef der französisch-japanischen Allianz - kann zufrieden mit sich sein. Bei Nissan lief es hervorragend, Partner Renault litt unter der Schwäche des europäischen Markts. Die Renault-Gruppe setzte weltweit 2,55 Millionen Fahrzeuge und damit 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In Europa sank der Absatz um volle 18 Prozent. Die Marke Renault verkaufte weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge, Dacia knapp 360.000 Autos. In Deutschland setzte Renault inklusive der Marke Dacia im Jahr 2012 mit 170.000 Einheiten rund 11.000 Fahrzeuge weniger ab als 2011. Die Marke Renault allein verkaufte 2012 in Deutschland 123.779 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Der Marktanteil sank um knapp 0,4 Prozentpunkte.

Foto: REUTERS

PSA Peugeot Citroen

Der Absatz der Franzosen brach gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent ein. Insgesamt setzte der gebeutelte Hersteller PSA nur noch 2,97 Millionen Fahrzeuge ab. In Frankreich verkauften Peugeot und Citroen gut 13 Prozent weniger Autos, in Spanien fast 15 Prozent weniger und in Italien sogar fast 21 Prozent weniger. PSA hat bereits Konsequenzen aus der Absatzkrise gezogen und Werksschließungen angekündigt. 8000 Stellen sollen fallen. In China hingegen legten die Verkäufe um 9,4 Prozent auf 442.000 Fahrzeug zu. Der Konzern will bis 2015 die Hälfte seines Absatzes außerhalb Europas erzielen.

Vor gut einem Jahr hat PSA mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors zudem eine strategische Partnerschaft geschlossen, um künftig beim Einkauf und bei der Entwicklung zu sparen. Einen direkten Einstieg von PSA bei Opel dementierte das Unternehmen aber. Die Verkäufe in China dagegen legten um 9,4 Prozent zu auf 442.000 Fahrzeuge.

Foto: dapd

Hyundai

Koreas größter Automobilhersteller verkaufte 2012 insgesamt 4,4 Millionen Fahrzeuge der Marke Hyundai. Das sind 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr (4,05 Millionen). Noch stärker fiel mit 10,2 Prozent das Wachstum in Europa aus. Zwischen Nordkap und Sizilien konnte Hyundai in 2012 rund 444.000 Fahrzeuge absetzen.

Foto: dapd

Nissan

Japans zweitgrößter Autobauer legt für das Kalenderjahr 2012 ein neues Rekordergebnis vor. Nissan verkaufte nach eigenen Angaben 4,94 Millionen Autos. Das entspricht einem Zuwachs von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das noch laufende Geschäftsjahr (Ende 31. März 2013) muss der japanische Teil der französisch-asiatischen Allianz seine Prognose jedoch senken. Wegen des Boykotts japanische Hersteller in China rechnet Nissan weltweit nur noch mit einem Absatz von 5,08 Millionen statt 5,35 Millionen verkaufter Autos. Im ersten Halbjahr hatte Nissan auch dank des kräftigen Wachstums in China 16,7 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr, der Inselstreit machte den Japaner nun einen Strich durch die Rechnung.

Foto: REUTERS

Platz 3: Volkswagen

Die Wolfsburger setzten als Gruppe 9,1 Millionen Autos weltweit in 2012 ab, ein Plus von 11 Prozent (2011: 8,3 Millionen). Die Premiumtochter Audi legte um 11,7 Prozent auf knapp 1,5 Millionen zu, die Pkw-Marke VW hat ähnlich stark zugelegt wie BMW. Sie setzte 5,74 Millionen Autos ab - ein Plus von 12,7 Prozent. VW Nutzfahrzeuge steigerte den Absatz um 4,1 Prozent auf 550.000 und Skoda um 6,8 Prozent auf 939.200. Die Zahlen der spanischen Tochter Seat und von Sportwagenhersteller Porsche liegen noch nicht im Detail vor.

Besonders stark entwickelten sich die Märkte in Asien und Amerika. In den USA legte VW um 35 Prozent zu, in China um 25 Prozent und in Russland sogar um 40 Prozent. In Westeuropa sanken die Verkaufszahlen jedoch um knapp 7 Prozent, in Deutschland um gut ein Prozent. Bis 2018 will Volkswagen zum weltgrößten Automobilhersteller aufsteigen. Nach einer Studie des CAM Center of Automotive Management könnte VW 2012 9,4 Millionen verkaufen - mehr als Konkurrent General Motors.

Foto: dapd

Platz 2: General Motors

Der amerikanische Auto-Riese verkaufte 9,29 Millionen Autos. 2011 lag General Motors mit rund 9 Millionen verkaufter Fahrzeuge an der Spitze. VW kam konzernweit auf 8,2 Millionen Stück. Problematisch bleibt der europäischen Markt. Der Absatz der deutschen Tochter Opel ist massiv eingebrochen. Mit neuen Modellen wie dem Stadtflitzer Adam will Opel den Verkauf wieder ankurbeln.

Foto: dapd

Platz 1: Toyota

Die Japaner haben nach eigenen Angaben weltweit 9,75 Millionen Autos verkauft. Gut 23 Prozent mehr als im Vorjahr, als Naturkatastrophen Produktion und Absatz gebremst hatten. In Europa verkaufte der japanische Autobauer zwei Prozent mehr Autos, insgesamt fast 838.000 Fahrzeuge. Vor allem der Kleinwagen Yaris und die Hybridmodelle waren Absatzschlager. In Deutschland steigerte Toyota seinen Pkw-Absatz in einem rückläufigen Markt um 0,1 Prozent auf 82.800 Einheiten (inklusive Lexus). In Westeuropa wurde in Großbritannien mit 102.000 Einheiten und einem Wachstum von zwölf Prozent das beste Ergebnis erreicht. Besonders kräftige Zuwächse erzielte Toyota erneut in Russland und der Ukraine mit einem Plus von 27 Prozent und 169.000 Fahrzeugen. Für das Kalenderjahr 2013 plant Toyota eine Steigerung des konzernweiten Absatzes um zwei Prozent auf 9,91 Millionen Fahrzeuge.

Foto: dapd

In diesen Megatrend investieren können Anleger über die Aktien der Schweizer Beteiligungsgesellschaft BB Biotech. In ihr stecken derzeit Anteile von 35 Biotech-Unternehmen, fast alle davon börsennotiert. In der Regel haben die Beteiligungen entwickelte, marktgängige Medikamente im Angebot und verdienen damit gutes Geld. Die amerikanische Celgene (mit 14,1 Prozent der BB-Gelder die größte Beteiligung) präsentierte vor Kurzem wichtige Studienergebnisse zu einem neuen Medikamenteneinsatz gegen Knochenmarkkrebs. Die Schweizer Actelion (11,7 Prozent) profitiert von einem gerade zugelassenen Medikament gegen Bluthochdruck im Lungenkreislauf. Gilead aus Kalifornien (elf Prozent) hat ein neues Präparat gegen Hepatitis C im Programm.

Alle Beteiligungen von BB Biotech zusammen sind derzeit 2,12 Milliarden Schweizer Franken (CHF) wert. BB selbst bringt es an der Börse nur auf 1,89 Milliarden CHF. Das sind fast elf Prozent Rabatt. Um diesen Abschlag aufzuholen, wird BB Aktienrückkäufe fortsetzen. Zudem gibt es im Frühjahr aller Voraussicht nach je Anteil sieben CHF Dividende, also mehr als vier Prozent Rendite.

Ginge es nur um Finanzkennzahlen, wäre der französische Autokonzern Peugeot Citroën (PSA) für Anleger ein heißes Vehikel. Der Rückgang des europäischen Automarkts, auf dem die Franzosen etwa die Hälfte ihrer Fahrzeuge verkaufen, ließ den operativen Gewinn (vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) im vergangenen Jahr auf wahrscheinlich unter zwei Milliarden Euro schrumpfen. Daran gemessen sind die Nettoschulden des PSA-Konzerns (inklusive der Finanz-Ableger) mehr als zehnmal so hoch. Das ist eine ungesunde Relation. In der zuletzt veröffentlichten Bilanz (zum 30. Juni 2013) kam PSA mit 9,6 Milliarden Euro eigenen Mitteln nur noch auf eine schmale Eigenkapitalquote von 14 Prozent. Standard & Poor’s gibt dem Schuldner PSA die Note BB- mit negativem Ausblick. Danach ist PSA ein spekulatives Investment, das bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage zu Ausfällen führen kann.

Dennoch sind PSA-Anleihen für risikofreudige Investoren interessant. Denn aller Voraussicht nach erhält der französische Traditionskonzern (Gründung 1810, Autoproduktion seit Ende des 19. Jahrhunderts) Hilfe von starken Partnern. So sollen der chinesische Fahrzeughersteller Dongfeng und der französische Staat im Zuge einer Kapitalerhöhung jeweils 14 Prozent der PSA-Aktien übernehmen. Der Anteil der Gründerfamilie Peugeot würde dann von 25 Prozent auf ebenfalls 14 Prozent sinken.

Noch ist die neue Eigentümerstruktur nicht zementiert. Unter den Familienaktionären plädiert vor allem Aufsichtsratschef Thierry Peugeot für eine Zukunft nur mit dem langjährigen Partner Dongfeng. Die französische Regierung unter Präsident François Hollande aber hat unmissverständlich klargemacht, dass PSA ein französisches Unternehmen bleiben müsse. Zudem hat sie im vergangenen Jahr die PSA-Bank schon mit einer Garantie über sieben Milliarden Euro gestützt.

Für Anleiheinvestoren sind nun zwei Dinge entscheidend. Erstens: Egal, wie der Einfluss der Familie im Einzelnen geregelt wird, Dongfeng und der französische Staat werden Kapitalgeber und stehen damit auch für die Schulden von PSA ein. Zweitens will Dongfeng mit PSA auch operativ vorankommen, dank erweiterter Kapazitäten und neuem Know-how seine Produktion massiv ausbauen. Das kommt, vor allem im Wachstumsmarkt Asien, auch PSA zugute. Schon 2013 erhöhte PSA in China seinen Absatz um 26 Prozent. Und der Absatz in Europa, so Peugeot, könnte in diesem Jahr erstmals wieder um zwei Prozent zulegen.

Jedes Jahr Ende Januar präsentiert sich die Pharma- und Biotech-Branche Investoren bei der legendären JP-Morgan-Konferenz in San Francisco. Unterbewertete Schnäppchen waren in diesem Jahr wohl kaum zu entdecken. Nach einer mehrjährigen Rally zahlen Anleger für Aktien der Pharmabranche etwa das 25-Fache der für 2014 erwarteten Gewinne. Trotzdem war auch Fondsmanager Scott Braunstein auf der Konferenz, um sich über Pläne und Erwartungen der Branche zu informieren. Braunstein investiert weltweit und breit gestreut in Pharmaunternehmen, Medizintechniker und Gesundheitsdienstleister. Zu einem Drittel mischt er derzeit auch Biotech-Unternehmen ins Portfolio.

Es hat sich gelohnt: Mit 54 Prozent plus war er 2013 ein Top-Performer. Auf seinem Erfolg kann sich der studierte Mediziner nicht ausruhen. Aber in diesem Jahr könnte es im Pharmasektor etwas ruhiger zugehen. Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen üben Druck auf die Preise aus. Da auch die Biotech-Unternehmen inzwischen teuer sind, erwartet Braunstein keine spektakulären Übernahmen mehr. Auf längere Sicht liegen die Chancen für ihn in den prallvollen Produktpipelines. „In vier bis sieben Jahren werden wir aufsehenerregende Neuentwicklungen sehen.“ Ein Thema, bei dem er viele Chancen sieht, ist die Krebsbekämpfung durch Aktivierung der körpereigenen Abwehr.

„Bei Bristol-Myers Squibb beschäftigt das Thema 1000 Forscher, die bereits 100 klinische Studien durchführen“, sagt Braunstein. Die US-Aktie ist mit einem Anteil von 5,1 Prozent die größte Fondsposition. Braunstein traut Bristol-Myers schnellere Erfolge zu als den Konkurrenten Roche oder Astra Zeneca. Da zudem in den USA der Dialog mit der Zulassungsbehörde FDA inzwischen sehr konstruktiv sei, hält Braunstein auch das regulatorische Umfeld für ideal, um neue Produkte schnell auf den Markt zu bringen. Eine weitere große Fondsposition ist CVS Caremark. In deren 7600 US-Drogerien werden ab Oktober keine Zigaretten mehr verkauft. Obwohl 1,5 Prozent des Umsatzes verloren gehen, kam der Aktienkurs bei der Ankündigung Mitte Februar nicht unter Druck. Für Braunstein liegt die Stärke des Unternehmens bei Dienstleistungen.

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