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Berkshire Hathaway Buffett erwägt Aktienrückkäufe für 100 Milliarden Dollar

Warren Buffett Quelle: imago images

Die Beteiligungsgesellschaft von Investorenlegende Warren Buffett ist zu massiven Aktienrückkäufen bereit. Diese könnten ein Volumen von bis zu 100 Milliarden Dollar erreichen, wurde Buffett in der Zeitung „Financial Times“ zitiert. Einen Zeitraum für die Rückkäufe nannte er nicht.

Eine Woche bevor wieder Zehntausende Berkshire-Hathaway-Aktionäre zum Jahrestreffen nach Nebraska pilgern, um ihren Börsengurus Warren Buffett und Charlie Munger zu lauschen, bereitet der 88-Jährige seine Jünger darauf vor, die eigene Value-Strategie auch auf die eigene Aktie anzuwenden. Bereits in seinem Aktionärsbrief im Februar deutete Buffett an, Berkshire könne eventuell ein signifikanter Käufer der eigenen Aktie werden.

Das Prinzip dahinter: Aktien kaufen, deren Kurs unter ihrem inneren Wert liegt – in diesem Fall unter dem Buchwert ihrer Beteiligungen – und deren Geschäftsmodell nachhaltige Erfolge verspricht. Berkshire darf nach einer Änderung seiner Beteiligungsvorschriften im vergangenen Sommer jederzeit eigene Aktien zurückkaufen, wenn der Börsenwert der Gesellschaft unter den Wert seiner Beteiligungen fällt. Das Aktienportfolio von Berkshire ist an der Börse ungefähr 173 Milliarden Dollar wert.

So sieht das neue Portfolio von Warren Buffett aus

Berkshires Beteiligungsportfolio umfasst etwa Titel wie Apple, Großbanken wie die Bank of Amerika und JP Morgan, Coca Cola, American Express, Fluggesellschaften, Versicherungen und vieles mehr. Die B-Aktie, die vor allem auf Privatanleger ausgerichtet ist, legte in den vergangenen zwölf Monaten knapp 17 Prozent zu. Die Anhänger des Value-Investors Warren Buffett dürften also wenig zu kritisieren haben.

Im vergangenen Jahr hatte Berkshire Hathaway eigene Anteilsscheine im Wert von 1,3 Milliarden Dollar zurückerworben, nachdem Buffett die Kriterien der Gesellschaft für solche Transaktionen gelockert hatte. Gemessen am Cash-Bestand von rund 112 Milliarden Dollar. Buffetts Beteiligungsgesellschaft hat zunehmend Schwierigkeiten, ausreichend große, unterbewertete Investmentchancen aufzutun. Analysten begrüßen daher Aktienrückkäufe, weil sie das brachliegende Kapital rentabel machen. Der Großinvestor führt Berkshire seit 1965 und sagte nun der „Financial Times“, kein 88-Jähriger habe mehr Spaß als er.

Mit Material von Reuters und Bloomberg

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