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Börse mit Raketenstart Dax umkreist 10.000-Punkte-Marke

Die Verluste vom Jahresbeginn hat der deutsche Aktienmarkt mittlerweile nahezu aufgeholt. Der Dax erreicht zumindest vorübergehend 10.000 Punkte, aber es bleibt beim heftigen Auf und Ab.

Der Dax ist über die 10.000 Punkte Marke gesprungen. Quelle: REUTERS

Der deutsche Leitindex Dax hat am Montag erstmals seit Januar wieder die Marke von 10.000 Punkten geknackt – wenn auch nur kurz. Rückenwind erhielt der deutsche Aktienmarkt vor allem von der festen Wall Street und von Kursgewinnen in Asien. Zudem wirkte die geldpolitische Lockerung der Europäischen Zentralbank nach. Der nach der EZB-Zinssenkung zuletzt schwächere Euro hilft unternehmen, die ihre Waren und Dienstleistungen vor allem an Nicht-Euro-Staaten verkaufen.

Am Morgen stieg der Dax bis auf annähernd 10.040 Punkte - der höchste Stand seit Mitte Januar. Zuletzt notierte er knapp unterhalb der 10.000-Punkte-Marke. „Der Index setzt damit ein Signal, dass die Rally weitergehen kann“, kommentierte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Innerhalb eines Monats hat der Index damit knapp zehn Prozent zugelegt.

Das sagen Ökonomen zur EZB-Entscheidung

Die Aufholjagd nach den Verlusten der ersten Wochen dieses Jahres hat der Dax damit fortgesetzt, er notiert deutlich über dem Februar-Tief von 8700. Damit aus der Erholungstendenz  aber ein stabiler Aufwärtstrend oder sogar die Wiederaufnahme das alten Aufwärtstrends aus 2015 wird, ist noch etwas mehr nötig, wir unsere wöchentliche Börsenkolumne „Riedls Dax-Radar“ bereits vergangenen Freitag festhielt.

Zunächst einmal müsste der Dax nämlich bis zur 200-Tage-Linie kommen, also dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage. Die verläuft aktuell bei gut 10.400 für den Dax und driftet noch immer weiter abwärts. Die Mehrheit der Dax-Aktien notiert weiter unter ihren 200-Tage-Linien, nur Ausnahmeerscheinungen wie Adidas, Lufthansa, Vonovia, Infineon, HeidelbergCement, Münchener Rück oder SAP haben sich darüber gehalten. Für eine Trendumkehr fehlen also noch eine Reihe guter Nachrichten aus den einzelnen Unternehmen.

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Der MDax der mittelgroßen Werte schaffte es seinerseits erstmals seit Anfang Januar wieder über die Schwelle von 20.000 Zählern - er erreichte am Mittag mit 20.050 Punkten einen Gewinn von knapp 1,2 Prozent. Auch im TecDax ging es kräftig aufwärts, er lag wie der Dax mittags gut 1,6 Prozent im Plus. Damit übertrumpfte der deutsche Aktienmarkt die übrigen Börsen in Europa. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte bei 3100 Punkten und damit gut 0,8 Prozent über dem Schlusskurs der Vorwoche.

In der aktuellen Woche dürften die Aktienmärkte weiterhin ganz im Zeichen der Notenbanken stehen: Sowohl die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed als auch der britischen und der japanischen Notenbank stehen in dieser Woche an. Einige Anlagestrategen, darunter auch auch Sebastian Rädler von der Deutschen Bank, raten Anlegern zur besonderen Vorsicht. Die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank hatten für eine wilde Achterbahnfahrt am deutschen Aktienmarkt gesorgt und an nur einem Nachmittag in einem Bereich von 500 Punkten geschwankt.

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