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Börse New York US-Börsen nach Trump-Worten vorsichtiger

US-Präsident lässt es draufankommen, mit der Drohung einer Ausgabensperre für den Kongress scheucht er die Wall Street auf. Dow und Co. büßen leicht ein. In den letzten Zügen der Berichtssaison glänzt American Eagle.

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Kaum ging es am Dienstag an der New Yorker Börse bergauf, machen die Kurse am Mittwoch schon wieder schlapp. Quelle: Reuters

New York Sorgen vor einer Zuspitzung des innenpolitischen Streits in den USA haben die Wall Street zur Wochenmitte belastet. Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend gedroht, es im Konflikt um die Finanzierung der von ihm versprochenen Grenzmauer zu Mexiko auf einen „government shutdown“ ankommen zu lassen - einer Art Zwangsschließung der staatlichen Behörden. Trump will damit den Druck auf den Kongress erhöhen, der die Mittel zum Bau der Mauer bislang nicht bewilligen will. Anleger bezweifeln angesichts zahlreicher Querelen im Weißen Haus zunehmend, dass Trump wichtige Vorhaben wie die Steuerreform oder Großinvestitionen in die Infrastruktur umsetzen kann.

Der Dow-Jones-Index lief am späten Nachmittag europäischer Zeit mit einem Abschlag von 0,4 Prozent bei 21.188 Punkten. Auch der breitere S&P-500 verlor 0,4 Prozent auf 2443 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ein halbes Prozent auf 6263 Stellen nach. Schon der europäische Handel verlief schwunglos. Der Dax lief mit 12.191 Punkten ebenfalls leicht schwächer.

Auf den Kursen lastete auch Trumps Ankündigung, das Freihandelsabkommen Nafta mit Kanada und Mexiko aufzukündigen. Derzeit verhandeln die drei Länder auf Druck der USA über eine Neufassung des Pakts, den Trump in seiner bisherigen Form als sehr schlecht für sein Land bezeichnet hat.

Bei den Einzelwerten standen die Papiere von Lowe's im Fokus. Die Baumarkt-Kette blieb im abgelaufenen Quartal hinter den Erwartungen zurück und kappte ihre Vorhersage für die Gesamtjahres-Gewinnmarge. Lowe's-Aktien verloren 5,4 Prozent. Ein noch größeres Kursplus gab es für die Papiere von American Eagle. Die Kleidungskette konnte ihre Anleger mit einem überraschend starkem Umsatz und Gewinn überzeugen. Die Aktien des US-Anbieters von Teenie-Mode stiegen zur Eröffnung an der Wall Street am Mittwoch um 13,3 Prozent. In ihrem Windschatten gewannen die Titel des Rivalen Abercrombie & Fitch 3,8 Prozent.

Dank einer starken Nachfrage nach der Unterwäsche-Serie „Aerie“ steigerte American Eagle den Umsatz um 2,7 Prozent auf 844,6 Millionen Dollar und machte einen Gewinn von 0,19 Dollar je Aktie. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit Erlösen von 824 Millionen Dollar und einem Überschluss von 0,16 Dollar je Aktie gerechnet.

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