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Börsenbetreiber China legt Börsenaustausch mit London auf Eis

Der Börsenaustausch sollte einen länderübergreifenden Börsenhandel ermöglichen. Die nun erfolgte Blockade hat offenbar politische Hintergründe.

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Die Verbindung ermöglicht die Platzierung von Aktien am jeweils anderen Handelsplatz. Quelle: AP

China hat die geplante engere Kooperation der Börsenplätze Shanghai und London Insidern zufolge wegen diplomatischer Spannungen auf Eis gelegt. Das unter dem Namen Stock Connect bekannte Programm sollte einen länderübergreifenden Börsenhandel ermöglichen.

Chinesische Firmen erhofften sich davon mehr ausländische Investoren, gleichzeitig sollte Anlegern aus Großbritannien der Zugang zum chinesischen Markt ermöglicht werden. Im Rahmen des Programmes sollten an der Shanghaier Börse gelistete Unternehmen sogenannte Global Depositary Receipts (GDRs) an der LSE in London platzieren und umgekehrt.

Insidern zufolge hat die Führung in China nun aber wegen der Haltung Großbritanniens zu den Protesten gegen die Regierung in der Sonderverwaltungszone Hongkong einen Riegel vorgeschoben. Weder von den Börsenbetreibern in China noch in Großbritannien war eine Stellungnahme erhältlich. Das chinesische Außenministerium erklärte, dass ihm die Einzelheiten dazu nicht bekannt seien.

Es sei zu hoffen, „dass das Vereinigte Königreich ein faires und unparteiisches Geschäftsumfeld für chinesische Unternehmen, die im Vereinigten Königreich investieren, bieten und die geeigneten Bedingungen für beide Länder schaffen kann, um die praktische Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen reibungslos zu gestalten.“

Als erstes hatte der chinesische Broker Huatai Securities im Rahmen des Projektes den Sprung auf das Börsenparkett in London gewagt. Im Dezember sollte mit SDIC Power ein zweites Unternehmen folgen. Die Firma hat aber kurzfristig alles abgeblasen und das mit ungünstigen Marktbedingungen begründet. Den Insidern zufolge ist der eigentliche Grund allerdings Pekings Stopp für Stock Connect. Auch China Pacific Insurance werde nicht wie geplant im ersten Quartal an der Themse debütieren.

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