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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Hoffnung auf nahes Ende der Viruskrise treibt US-Börse

Gelockerte Restriktionen und der Anstieg des Ölpreises beflügeln den Markt – Spekulation auf Corona-Impfstoff treibt Pharmawerte

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In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange. Quelle: dpa

Die Lockerung der Coronavirus-Restriktionen in mehreren Staaten ermuntert Anleger zum Wiedereinstieg in den US-Aktienmarkt. Zuversichtlich stimmte Investoren außerdem der Anstieg des Ölpreises. Die Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung am Dienstag um jeweils etwa ein Prozent.

Am Montag schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,1 Prozent fester bei 23.749 Punkten fast auf Tageshoch, nachdem er weite Teile des Handels im Minus gelegen und zwischenzeitlich rund 400 Stellen tiefer notiert hatte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,3 Prozent auf 2839 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq um 1,2 Prozent auf 8710 Punkte.

An der Börse setze sich die Einschätzung durch, dass die Weltwirtschaft ihre Talsohle erreicht hat, sagte Jasper Lawler, Chef-Analyst des Online-Brokers LCG. "Dem zufolge kann es nur besser werden, wenn die Restriktionen gelockert und Medikamente entwickelt werden."

Gefragt waren die Ölkonzerne Exxon und Chevron, deren Papiere sich um jeweils etwa drei Prozent verteuerten. Sie profitierten Börsianern zufolge vom steigenden Ölpreis. Dank des wachsenden Konjunkturoptimismus verteuerte sich die US-Sorte WTI um 16 Prozent auf 23,67 Dollar je Barrel (159 Liter)

Blick auf die Einzelwerte

Das US-Pharmaunternehmen Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech haben die erste Studie in den USA mit ihrem potentiellen Coronavirus-Impfstoff begonnen. Bei erfolgreichem Ausgang könnte der Impfstoff möglicherweise Ende 2020 für die Verteilung in den Vereinigten Staaten bereit sein. Die Aktie des US-Pharmariesen legt zum Handelsstart 3,2 Prozent zu, die BioNTech-Papiere gewinnen 5,4 Prozent.

Der Automobilhersteller Fiat Chrysler hat aufgrund der Coronakrise im ersten Quartal einen größeren Nettoverlust erzielt als erwartet. Unter dem Strich stand aus fortgeführtem Geschäft ein Minus von 1,7 Milliarden Euro, bereinigt sind es noch 500 Millionen Euro. Operativ konnte der Autobauer allerdings einen Gewinn von 52 Millionen Euro erzielen. Eine Prognose gab das Unternehmen nicht ab. Allerdings halte es an seiner geplanten Fusion mit der Peugeot-Muttergesellschaft PSA Groupe fest. Die Papiere notieren zur Eröffnung mit rund zwei Prozent im Plus.

Starbucks will bis Ende der Woche mehr als 85 Prozent seiner Läden in den USA wieder öffnen. Der Service für Abholung, Lieferung und Drive-in bleibt aber zunächst eingeschränkt. Die Anleger reagierten mit Käufen, die Titel der Kaffeehauskette stiegen um 4,3 Prozent im vergleich zum gestrigen Schlusskurs von 71,89 Dollar.

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