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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Steigende Bond-Renditen machen US-Aktien zu schaffen

Wichtige US-Indizes liegen am Dienstag zum Handelsstart im Minus. Analysten sehen die Gründe unter anderem im Anstieg von Anleihe-Renditen.

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Händler auf dem Börsenparkett in New York. Quelle: AP

Wieder aufgeflammte Inflationssorgen setzen der Wall Street zu. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 fielen zur Eröffnung um jeweils etwa 0,3 Prozent. Der technologielastige Nasdaq, der in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich zugelegt hatte, büßte 0,9 Prozent ein.

Am gestrigen Montag hatten die US-Börsen uneinheitlich geschlossen, insbesondere Bankaktien standen unter Druck.

„Wir befinden uns in einer Phase, in der sich die Leute an die etwas höheren Renditen anpassen“, sagte Jon Maier, Chef-Anleger des Fondsanbieters Global X ETFs. Der Verkaufsdruck bei Staatsanleihen trieb die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen T-Bonds zeitweise auf ein 14-Monats-Hoch von 1,776 Prozent.

Steigende Anleihe-Renditen bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen. Genährt wurden die Inflationssorgen von den Plänen für ein drei Billionen Dollar schweres Konjunkturprogramm, das US-Präsident Joe Biden am Mittwoch vorstellen will.

Positive Signale kamen hingegen von der Stimmung der US-Konsumenten: Das Barometer für die Verbraucherlaune kletterte auf 109,7 Punkte von revidiert 90,4 Zählern im Februar, wie das Institut Conference Board am Dienstag unter Berufung auf seine Umfrage mitteilte.

Dies ist das höchste Niveau seit Ausbruch der Pandemie-Krise. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 96,9 Punkte gerechnet. Die Verbraucher sehen ihre aktuelle Lage günstiger und die Aussichten weit optimistischer als zuletzt. Doch noch immer ist das Niveau der Verbraucherstimmung noch nicht annähernd auf dem Stand von vor Ausbruch der Krise: Im Februar 2020 lag das Barometer bei 132,6 Zählern.

Blick auf die Einzelwerte:

Paypal: Der US-Zahlungsdienstleister PayPal sackte 0,5 Prozent ab. Das Unternehmen ermöglicht es seinen US-Kunden, Online-Händler künftig mit digitalem Geld zu bezahlen. Zuvor hatte bereits der Kreditkarten-Anbieter Visa angekündigt, künftig Kryptowährungen für Transaktionen zuzulassen. Die Ankündigungen sorgen weiter für Rückenwind bei Bitcoin. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verteuerte sich um mehr als drei Prozent auf 59.170 Dollar.

Tesla: Für Tesla geht es fast drei Prozent runter. Firmenchef Elon Musk zufolge behindert ein Engpass bei Batteriezellen die Produktion des Elektro-Trucks Semi.

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