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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen legen Verschnaufpause ein - Aktien von Walt Disney und Gopro begehrt

Anleger sehen die jüngste Annäherung im Handelsstreit in Gefahr. Alle drei Indizes verlieren zur Eröffnung.

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Zweifel an einer schnellen Annäherung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit haben die Rekordjagd an den US-Börsen am Freitag vorerst gestoppt. Die drei großen US-Indizes verloren im frühen Handel jeweils 0,1 Prozent. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab auf 27.642 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq fielen auf 3080 beziehungsweise 8425 Punkte.

Anleger sehen die jüngste Annäherung im Handelsstreit in Gefahr, da sich Insidern zufolge innerhalb des Weißen Hauses Widerstand gegen die geplante Rücknahme der Strafzölle im Handelsstreit mit China formiert. Eine Sprecherin des US-Präsidialamtes betonte allerdings in einem TV-Interview, sie sei „sehr, sehr optimistisch“, dass das geplante Handelsabkommen mit China bald unterzeichnet werde.

Die Indizes S&P 500 und Dow Jones schlossen am Donnerstag auf einem neuen Allzeithoch, nachdem China sagte, dass beide Länder die bestehenden Zölle in Phasen zurückschrauben würden. Aber ein Bericht über die interne Opposition im Weißen Haus zu diesem Thema dämpfte die Stimmung.

Der Benchmark-Index S&P 500 ist auf dem Weg zu seinem besten Handelsjahr Jahr seit 2013. Von den 430 Unternehmen aus dem S&P 500, die bisher Ergebnisse gemeldet haben, haben fast drei Viertel die Gewinnschätzungen übertroffen. Das hat Refinitiv ermittelt, ein globaler Anbieter von Finanzmarktdaten. Diese Zahlen spiegeln zum Teil die deutlich gesenkten Prognosen der Analysten wider.

Der Verbraucherindex Michigan Sentiment liegt vorläufigen Angaben zufolge bei 95,7 Punkten nach 95,5 im Vormonat. Die Konsensschätzung lag bei 95,5 Punkten. Damit hat sich die Verbraucherstimmung sich den dritten Monat in Folge verbessert.

„Dies ist positiv zu werten, wenngleich der Anstieg nicht besonders groß ausfällt“, meinen die Analysten der Landesbank Helaba. Der private Konsum bleibe die tragende Säule der US-Volkswirtschaft – gestützt vom hohen Beschäftigungsstand und von steigenden Löhnen und Aktienmärkten. Konjunktursorgen und Zinssenkungserwartungen sollten nicht forciert werden.

Blick auf die Einzelwerte

Neben dem Handelskonflikt standen Firmenbilanzen im Fokus. Aktien von Disney kletterten um fünf Prozent. Der US-Unterhaltungskonzern hat dank Kinokassenhits wie „Der König der Löwen“ und „Toy Story 4“ im vergangenen Quartal mehr verdient als erwartet. Auch das Geschäft mit den Freizeitparks half dem Unternehmen dabei, hohe Investitionskosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des Streamingdienstes Disney+ auszugleichen.

Ein überraschend hoher Umsatz machte Gopro bei Anlegern begehrt. Die Aktien des Anbieters von Action-Kameras stiegen um mehr als acht Prozent. Dank der neuen Kamera der „Hero"-Reihe setzte die Firma im dritten Quartal mehr um als erwartet.

Zu den größten Verlierern im S&P 500 gehörte die Gap-Aktie mit einem Minus von 6,2 Prozent. Ein Vorstandsmitglied verlässt überraschend das Unternehmen, mitten während einer Umstrukturierung. Der Bekleidungseinzelhändler hatte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr reduziert.

Dropbox-Aktien verloren 8,1 Prozent, obwohl das Online-Datei-Hosting-Unternehmen die Schätzungen für den Umsatz im dritten Quartal übertroffen hatte. Er holte mehr Privat- und Geschäftskunden auf seine Plattform holte.

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