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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq US-Börsen geben nach- Blockchain-Werte stürzen ab

Der Bitcoin-Ausverkauf sowie der Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens belasteten die US-Börsen. Zu den großen Verlierern am US-Aktienmarkt zählte Nike mit einem Kursminus von knapp drei Prozent.

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New York Die US-Börsen haben am Freitag belastet von herben Kursverlusten bei Blockchain-Werten leicht nachgegeben. Zudem stießen Anleger kurz vor Weihnachten einen Teil ihrer Aktienbestände ab. Die New Yorker Börsen bleiben feiertagsbedingt am Montag geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum frühen Nachmittag in New York 0,2 Prozent auf 24.729 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2680 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,2 Prozent auf 6952 Punkte.

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt zählte Nike mit einem Kursminus von knapp drei Prozent. Das schwächelnde Geschäft auf dem Heimatmarkt brockte dem Adidas-Rivalen einen Gewinnrückgang ein. Der Absatz in dieser Region werde sich erst noch verschlechtern, bevor es wieder aufwärts gehe, prognostizierten die Analysten der Bank JPMorgan. Sie rechneten für 2018 mit stagnierenden Umsätzen in Nordamerika.

Gegen die allgemeine Markttendenz sprangen die Anteilsscheine der auf Krebserkrankungen spezialisierten US-Firma Igynta 72 Prozent in die Höhe in die Höhe. Der Pharmakonzern Roche übernimmt das Unternehmen für 1,7 Milliarden Dollar.

Drastisch ging es mit Bitcoin bergab. Die Cyber-Devise stürzte um mehr als 30 Prozent auf 10.800 Dollar ab und steuerte auf den größten Tagesverlust seit fast fünf Jahren zu. Am Wochenende hatten Anleger noch rund 20.000 Dollar gezahlt. Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX, sprach von Panik-Verkäufen. „Zahlreiche Privatanleger dürften sich in den letzten Tagen die Finger an digitalen Talern verbrannt haben.“

Da drastische Kursausschläge nicht ungewöhnlich seien, lasse sich aber nicht abschätzen, ob die Spekulationsblase geplatzt sei, sagte Analyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital. „Um die Totenglocken zu läuten, ist es noch zu früh. Es sieht eher danach aus, dass es an der Zeit ist, Gewinne einzustreichen und sie für extra-festliches Weihnachten auszugeben.“ Trotz der aktuellen Verluste kostet Bitcoin immer noch rund zehn Mal so viel wie zu Jahresbeginn.

Der Bitcoin-Ausverkauf brachte Aktien von Unternehmen, die im weitesten Sinne mit der Cyber-Devise zu tun haben, ins Trudeln. Long Island Iced Tea, LongFin, Marathon, Overstock.com, Riot, Social Reality, Square und Xunlei brachen um bis zu 16 Prozent ein. Diese Unternehmen beschäftigen sich mit der Blockchain-Technologie, auf der Bitcoin und andere Cyber-Devisen basieren.

Die neu entfachte Furcht vor einer Eskalation des Streits über die Unabhängigkeit Kataloniens belastete die europäischen Börsen. Dax und EuroStoxx50 gaben jeweils etwa ein halbes Prozent auf 13.072 und 3553 Punkte nach.

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