Leben mit Aktien: Wie deutsch ist der Dax?
Nur drei Dax-Werte erwirtschaften mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland.
Foto: imago imagesDie deutsche Wirtschaft bleibt im Dauerschlaf. Gerade einmal um 0,2 Prozent ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal gewachsen. Für das gesamte Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum von 0,3 Prozent, nachdem die Wirtschaft im Jahr zuvor um 0,3 Prozent geschrumpft war. Im Jahr 2025 ist dann ein Wachstum von einem Prozent prognostiziert.
Den deutschen Leitindex Dax scheint das nicht zu stören. Er liegt in den vergangenen zwölf Monaten knapp zweistellig im Plus, im Mai hat er neue Allzeithochs erreicht. Zuletzt lag er bei ungefähr 18.000 Punkten. Noch während der Coronapandemie 2020 fiel er unter 9000 Punkte.
Das Ausland rettet
Das zeigt sich zum einen an der Belegschaft. Die 40 Dax-Unternehmen beschäftigen 4,1 Millionen Mitarbeiter. Nur 36 Prozent davon arbeiten in Deutschland, der Rest im Ausland. Wie eine Übersicht zeigt, arbeiten nur in drei Dax-Unternehmen mindestens 80 Prozent der Belegschaft in Deutschland: Vonovia, Porsche und MTU Aero Engines.
Noch extremer ist die Umsatzverteilung. Nur drei Dax-Werte erwirtschaften mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland: Vonovia, Commerzbank und E.ON. Ein Dutzend Firmen im Dax erwirtschaften nicht einmal ein Zehntel ihres Umsatzes in Deutschland.
Was diese Zahlen für den Standort Deutschland bedeuten, ordnen Investor Christian W. Röhl und Horst von Buttlar in der neuen Folge des Podcasts Leben mit Aktien ein.
Mehr zum Thema Auslandsgeschäfte, zu der Unternehmerin Susanne Klatten und der Bedeutung der Wahlen in Indien und Mexiko für die Börsen hören Sie in der neuen Ausgabe unseres Podcasts „Leben mit Aktien“.