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Leben mit AktienWie deutsch ist der Dax?

Die Dax-Rekorde werden auch im Ausland erarbeitet: Deutschlands Großkonzerne sind an die Weltwirtschaft gekoppelt. In der aktuellen Wirtschaftsflaute kann ihnen das nur recht sein.Marlon Bonazzi 15.06.2024 - 13:46 Uhr

Nur drei Dax-Werte erwirtschaften mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland.

Foto: imago images

Die deutsche Wirtschaft bleibt im Dauerschlaf. Gerade einmal um 0,2 Prozent ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal gewachsen. Für das gesamte Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum von 0,3 Prozent, nachdem die Wirtschaft im Jahr zuvor um 0,3 Prozent geschrumpft war. Im Jahr 2025 ist dann ein Wachstum von einem Prozent prognostiziert.

Den deutschen Leitindex Dax scheint das nicht zu stören. Er liegt in den vergangenen zwölf Monaten knapp zweistellig im Plus, im Mai hat er neue Allzeithochs erreicht. Zuletzt lag er bei ungefähr 18.000 Punkten. Noch während der Coronapandemie 2020 fiel er unter 9000 Punkte.

Podcast – Leben mit Aktien

Exklusive Analyse: So deutsch ist der Dax

Horst von Buttlar und Christian W. Röhl sprechen im Podcast darüber, welche Top-Konzerne sich von ihrer Heimat gelöst haben – und warum Europa nach der Wahl nicht bloß größere Finanztöpfe braucht.

von Horst von Buttlar und Christian W. Röhl

Das Ausland rettet

Das liegt auch daran, dass der Dax nicht sonderlich deutsch ist. Natürlich sind die Unternehmen im Index zumeist deutsche Unternehmen (Airbus und Qiagen sind Sonderfälle), aber sie machen Geschäfte auf der ganzen Welt.

Das zeigt sich zum einen an der Belegschaft. Die 40 Dax-Unternehmen beschäftigen 4,1 Millionen Mitarbeiter. Nur 36 Prozent davon arbeiten in Deutschland, der Rest im Ausland. Wie eine Übersicht zeigt, arbeiten nur in drei Dax-Unternehmen mindestens 80 Prozent der Belegschaft in Deutschland: VonoviaPorsche und MTU Aero Engines.

Foto: WirtschaftsWoche

Noch extremer ist die Umsatzverteilung. Nur drei Dax-Werte erwirtschaften mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland: Vonovia, Commerzbank und E.ON. Ein Dutzend Firmen im Dax erwirtschaften nicht einmal ein Zehntel ihres Umsatzes in Deutschland.

Was diese Zahlen für den Standort Deutschland bedeuten, ordnen Investor Christian W. Röhl und Horst von Buttlar in der neuen Folge des Podcasts Leben mit Aktien ein.

Mehr zum Thema Auslandsgeschäfte, zu der Unternehmerin Susanne Klatten und der Bedeutung der Wahlen in Indien und Mexiko für die Börsen hören Sie in der neuen Ausgabe unseres Podcasts „Leben mit Aktien“.

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