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Ölfonds Norwegens Staatsfonds verliert 104 Milliarden Euro

Wegen der Coronakrise hat der weltgrößte Staatsfonds einen milliardenschweren Verlust erlitten. Noch 2019 erzielte er das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten.

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Ab September steuert Hedgefonds-Manager Nicolai Tangen (hier auf dem Bildschirm zu sehen) den Ölfonds. Quelle: via REUTERS

Norwegens Staatsfonds hat im ersten Quartal im Zuge der Marktturbulenzen wegen der Coronakrise umgerechnet rund 104 Milliarden Euro verloren. Dies teilt der weltgrößte Staatsfonds mit.

Damit konnte er den Verlust mit der leichten Erholung der Märkte gegen Ende des Quartals etwas eingrenzen. Bis zum 26. März hatte er sogar 115 Milliarden Euro eingebüßt. Das gesamte Investitionsportfolio - zu dem beispielsweise auch Immobilien und Anleihen gehören - verlor 14,6 Prozent.

Noch im vergangenen Jahr erzielte der Ölfonds einen Wertzuwachs von rund 20 Prozent und damit das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten. Dieser Zuwachs wurde nun zu großen Teilen vernichtet.

Trotz des Rückschlags soll weiterhin in Aktien investiert werden: Der Anteil soll sogar von aktuell 65 auf 70 Prozent hochgefahren werden. 70 Prozent sind die Zielvorgabe, was den Aktienbestand im Fonds betrifft.

Der etwa 850 Milliarden Euro schwere Fonds, der sich aus den Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft speist, ist etwa dreimal so viel wert wie das jährliche Bruttoinlandsprodukt Norwegens. Seine Erträge sichern den umfangreichen Wohlfahrtsstaat ab. Der Fonds hält Beteiligungen an mehr als 9000 Unternehmen weltweit.

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