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Testwahl Investoren sichern sich gegen Staatspleite in Argentinien ab

An den Märkten steigt die Angst vor einer erneuten Staatspleite in Argentinien. Nach der Testwahl hat sich der Preis für eine Absicherung deutlich.

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Argentinien: Investoren sichern sich gegen Staatspleite ab Quelle: dpa

London Der klare Vorsprung der Opposition bei einer wichtigen Testwahl in Argentinien schürt die Furcht vor einer Staatspleite. Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets argentinischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich auf 2,116 Millionen Dollar, teilte der Datenanbieter Markit mit. Das ist doppelt so viel wie am Freitag und der höchste Stand seit fünf Jahren. Es deute darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite auf mehr als 72 Prozent beziffert werde.

Bei der Vorwahl war der Oppositionskandidat Alberto Fernandez, der zusammen mit der ehemaligen Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner antritt, deutlich vor dem Amtsinhaber Mauricio Macri gelandet. Damit hatten Experten im Vorfeld nicht gerechnet. Investoren fürchten bei einem Wahlsieg von Fernandez eine Abkehr vom wirtschaftsfreundlichen Kurs Macris.

Der Peso brach daraufhin um 15 Prozent ein. Der Aktienindex verlor auf Basis von Dollar-Kursen 48 Prozent an Wert – das ist der zweitgrößte Rückgang binnen eines Tages an irgendeiner Börse seit 1950. Die Experten von Morgan Stanley senkten ihre Empfehlung für argentinische Wertpapiere und halten einen weiteren Verfall des Peso um 20 Prozent für möglich. „Um wirtschaftliche Stabilität zu sichern, wäre ein hohes Maß an politischer Kontinuität nötig“, konstatierten sie.

Auch der Anleihemarkt kollabierte. Mehrere auf US-Dollar laufende Anleihen verloren deutlich an Wert. Die Renditen gingen deutlich in die Höhe.

Mehr: Nach dem Vorwahlsieg von Alberto Fernández muss sich Argentinien wohl auf eine linkspopulistische Regierung einstellen. Die Investoren im Land reagieren geschockt.

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