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Wall Street US-Börsen steigen nach positiven Firmenbilanzen – Coca-Cola-Aktien sind gefragt

Der Mangel an Alternativen und die Furcht, etwas zu verpassen, treibt Anleger in Aktien. Daher nutzen sie jeden Rücksetzer, um einzusteigen.

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Blick in den Handelssaal der New York Stock Exchange. Quelle: dpa

Ermutigende Firmenbilanzen locken Anleger an die Wall Street. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung am Mittwoch um bis zu 0,6 Prozent. „Jeder weiß, dass die Zahlen für das zweite Quartal die größten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bringen“, sagte Portfoliomanager Tom Martin vom Vermögensverwalter Globalt. Der Mangel an Alternativen und die Furcht, etwas zu verpassen, treibe Anleger in Aktien.

Daher nutzten sie jeden Rücksetzer, um einzusteigen. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge erwarten Analysten für die Unternehmen im S&P 500 im Schnitt einen Gewinnanstieg um fast 73 Prozent, nach einem Plus von 54 Prozent zum Jahresauftakt.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Coca-Cola . Die Aktien des weltgrößten Getränke-Herstellers stiegen um drei Prozent auf von 57,44 Dollar, den höchsten Stand seit dem Börsen-Crash vom März 2020. Das Unternehmen habe mit seinem Quartalsergebnis die hohen Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Kevin Grundy von der Investmentbank Jefferies. Gleiches gelte die die angehobenen Gesamtjahresziele. Grund dar war die Wiedereröffnung von Kinos, Restaurants und Stadien.

Blick auf die Einzelwerte

Netflix: Der Streaming-Riese hat mit seinen Serien und Filmen im zweiten Quartal nur wenige neue Nutzer anlocken können. In den drei Monaten bis Ende Juni nahm die weltweite Anzahl der Abonnenten lediglich um 1,5 Millionen auf insgesamt gut 209 Millionen zu. Auf dem wichtigen Heimatmarkt – den USA und Kanada – musste Netflix sogar einen Rückgang um 430.000 Abonnenten verkraften. Nun will Netflix Zuschauer nicht mehr nur mit Serien sondern auch mit Videospielen vor den Bildschirmen fesseln. Als Reaktion darauf fällt der Aktienkurs um 2,6 Prozent.

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    JP Morgan: Die US-Bank bindet ihren Chef Jamie Dimon mit einem umfangreichen Aktienpaket an sich. Dimon erhält 1,5 Millionen langlaufende Aktienoptionen, deren Wert an die Entwicklung der Bank geknüpft ist. Mit dieser Zusatzvergütung wolle der Aufsichtsrat sicherstellen, dass Dimon noch viele weitere Jahre Vorstandschef des Geldhauses bleibe. Die Aktie reagiert auf die Nachricht mit einem Plus von 1,7 Prozent.

    Dimon steht seit 2005 an der Spitze der größten amerikanischen Bank, die regelmäßig Milliardengewinne erwirtschaftet. Die Aktienoptionen können von Dimon frühestens in fünf Jahren eingelöst werden.


    Johnson & Johnson: Die Aktien gaben 0,3 Prozent nach. Dabei übertraf das Unternehmen die Quartalsprognosen übertraf und hob seine Gewinnerwartung an. Johnson & Johnson meldete einen bereinigten Quartalsgewinn von 2,48 Dollar pro Aktie und übertraf damit die Konsensschätzung von 2,27 Dollar. Der Umsatz lag ebenfalls über den Prognosen.

    Harley-Davidson: Der Motorradhersteller meldete einen Quartalsgewinn von 1,33 US-Dollar pro Aktie und lag damit 16 Cents über den Schätzungen. Allerdings blieb der Umsatz hinter den Prognosen der Analysten zurück. Der höhere Gewinn kam durch den Verkauf margenstärkerer Produkte wie Touren- und Cruiser-Bikes zustande. Die Aktie gibt dennoch 4,2 Prozent nach.

    United Airlines: Die Aktien kletterten um 3,6 Prozent, nachdem die Fluggesellschaft mit einem Quartalsverlust von 3,91 Dollar pro Aktie die Schätzungen übertraf. Auch der Umsatz von United Airlines lag über den Prognosen und vervierfachte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. United Airlines erwartet, dass sich der Umsatz im laufenden Quartal im Vergleich zum dritten Quartal 2019 vor der Pandemie verbessern wird.

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