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Wall Street US-Börsen verarbeiten die Inflationsdaten des Vortages – Beyond-Meat-Aktie stürzt ab

Die Aktien des Elektrofahrzeugherstellers Rivian steigen einen Tag nach dem Börsendebüt an der Technologiebörse Nasdaq deutlich an.

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Die Anleger rechnen damit, dass die Fed die Zinsen bald erhöht. Quelle: Reuters

Nach dem Schock über die hohe US-Inflationsrate kehren die Aktienanleger an der Wall Street vorsichtig wieder zurück. Vor allem Tech-Werte wanderten am Donnerstag in die Depots.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq zog 0,6 Prozent auf 15.721 Punkte an. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,2 Prozent auf 4657 Zähler zu, während der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,1 Prozent tiefer bei 36.026 Punkten notierte.

Der beschleunigte Preisauftrieb hatte tags zuvor auf die Stimmung gedrückt. Die US-Teuerungsrate stieg im Oktober überraschend stark um 6,2 Prozent, den höchsten Stand seit 31 Jahren. „Die Investoren sind aber in der Lage, über die nahe Zukunft hinaus zu blicken und zu sagen,'wir haben einfach mehr Nachfrage als Angebot'“, sagte Arthur Hogan, Chefmarktstratege beim Vermögensverwalter National Securities. „Und das ist wahrscheinlich eine gute Sache für das zukünftige Gewinnwachstum.“

Ein starkes Umsatzwachstum schickte beispielsweise die Aktien von Fossil auf Höhenflug. Die Papiere des Uhrenherstellers gewannen rund 39 Prozent. Der Konzern rechnet 2021 mit einem Anstieg des weltweiten Nettoumsatzes um 19 Prozent, zuvor waren 17 Prozent erwartet worden. Zu den größten Kursgewinnern am Gesamtmarkt zählten die Papiere von Caterpillar und Boeing .

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    Der für seine veganen Burger bekannte US-Fleischersatzhersteller Beyond Meat hat Anleger mit einer schwachen Geschäftsprognose geschockt. Die Aktie stürzte um 17 Prozent ab, nachdem das Unternehmen einen überraschend verhaltenen Ausblick für das Schlussquartal abgegeben und vor möglichen Absatzschwierigkeiten gewarnt hatte.

    In den drei Monaten bis Ende September verbuchte Beyond Meat im Jahresvergleich ein Umsatzplus um 13 Prozent auf 106,4 Millionen Dollar - eigentlich ist das Unternehmen deutlich stärkeres Wachstum gewohnt.

    Tesla-Chef Elon Musk hat Aktien im Wert von rund fünf Milliarden Dollar abgestoßen, nachdem er am Wochenende über einen möglichen Anteilsverkauf auf Twitter hatte abstimmen lassen. An der US-Börse stiegen die Papiere um 0,4 Prozent. Zuvor hatten die Titel allerdings an Wert eingebüßt.

    „Der Grund, warum wir eine Erholung der Aktien sehen, ist, dass sein Wahnsinn Methode zu haben scheint“, kommentierte Danni Hewson, Analyst von AJ Bell, Musks Schritt. „Es geht darum sicherzustellen, dass der Markt versteht, dass dies nicht aus einer Laune heraus geschieht oder weil seine Twitter-Follower ihm gesagt haben, dass er es tun sollte. Er hatte seine Entscheidung bereits getroffen.“

    Bei Musks erstem Aktienverkauf seit 2016 löste seine Treuhandgesellschaft fast 3,6 Millionen Anteilsscheine im Wert von rund vier Milliarden Dollar ein, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht hervorging. Zudem verkaufte er weitere 934.000 Aktien für 1,1 Milliarden Dollar, nachdem er eine Option zum Erwerb von fast 2,2 Millionen Aktien ausgeübt hatte. Die 4,5 Millionen Aktien entsprechen etwa drei Prozent seiner Anteile an dem Elektrofahrzeughersteller.

    Blick auf weitere Einzelwerte

    Rivian: Die Aktien des Elektrofahrzeugherstellers stiegen um mehr als neun Prozent. Das Unternehmen gab am Mittwoch sein Handelsdebüt an der Nasdaq. Der Börsengang zog auch andere Papiere aus der Branche mit nach oben. Die Aktien von Nio und Fisker legten jeweils drei Prozent sowie 4,5 Prozent zu.

    Walt Disney: Die Disney-Papiere fielen am Donnerstag um neun Prozent. Das Unternehmen hatten die Schätzungen für die Ergebnisse des dritten Quartals sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis verfehlt. Der Mediengigant meldete einen Gewinn von 37 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 18,53 Milliarden Dollar, verglichen mit den Analystenschätzungen von 51 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 18,79 Milliarden Dollar. Auch die Abonnements beim Streamingdienst Disney plus liegen hinter den Schätzungen zurück.

    Bumble: Die Aktien der Dating-App fielen um 16 Prozent. Das Unternehmen meldete einen Verlust von sechs Cents pro Aktie meldeten. Analysten hatten hatten keinen Verlust erwartet.Die Einnahmen waren jedoch besser als erwartet.

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