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Wall Street Wall Street weiter auf Rekordjagd – Panik-Verkäufe bei chinesischen Aktien

Die Bitcoin-Rally sorgt auch bei Werten aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich der Blockchain-Technologie befassen, für Kursgewinne.

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Sorgen um den angeschlagenen chinesischen Immobilien-Entwickler Evergrande belasten die Kurse an der Wall Street. Quelle: dpa

Die Aussicht auf starke Firmenbilanzen lockt weitere Anleger an die Wall Street. Erneute Kursstürze bei US-Aktien chinesischer Firmen dämpften die Kauflaune allerdings. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P 500 stiegen am Montag um jeweils 0,1 Prozent und markierten mit 35.097 beziehungsweise 4415 Punkte neue Rekordstände. Dabei übertrafen sie ihre Bestmarken vom Freitag nur knapp.

Allzu starken Rückenwind für den Gesamtmarkt sollten sich Investoren von den Geschäftszahlen der Unternehmen nicht versprechen, mahnte Volkswirt Oliver Jones vom Research-Haus Capital Economics. Positive Überraschungen seien wegen der hohen Erwartungen schwierig.

Unterdessen brockten erneute Panik-Verkäufe den Titeln der chinesischen Nachhilfe-Schulen Gaotu, Tal und New Oriental Education Kursverluste von bis zu 32 Prozent ein. Das von den Behörden verhängte Verbot von Wochenend- und Ferienkursen treffe die Unternehmen besonders hart, weil diese 80 Prozent der Umsätze einbrächten, konstatierten die Analysten von Goldman Sachs. Außerdem müssen die Firmen ihr Gewinnstreben aufgeben und gemeinnützig werden.

Die hohen Gebühren für die Nachhilfe-Stunden sind der Regierung in Peking ein Dorn im Auge. Sie gelten als ein Hindernis für die angestrebte höhere Geburtenrate. Die Branche machte bislang einen Jahresumsatz von 120 Milliarden Dollar.

Unter Verkaufsdruck gerieten auch chinesische Technologiefirmen wie der Online-Händler Alibaba , der Suchmaschinen-Betreiber Baidu und der Uber-Rivale Didi, deren Aktien jeweils rund fünf Prozent verloren. Auch in dieser Branche ziehen die chinesischen Behörden die Daumenschrauben an. So verbot die Regierung dem Technologie-Konzern Tencent, Exklusiv-Verträge für seinen Musikstreaming-Dienst Tencent Music abzuschließen. Dessen in den USA notierten Papiere brachen um mehr als elf Prozent ein.

Die Bitcoin-Rally sorgt auch bei anderen Werten aus dem Kryptowährungssektor und Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen, für Kursgewinne. Die Papiere von Coinbase gewinnen 8,6 Prozent, Riot und Marathon legten 16 beziehungsweise 14 Prozent zu. Die Titel der Softwarefirma Microstrategy, die Milliarden in Bitcoin investiert hat, rücken rund 22 Prozent vor.

Blick auf die Einzelwerte

Hasbro: Der US-Spielwaren-Hersteller hat dank der Beliebtheit seines Fantasy-Spiels „Dungeons & Dragons“ und der Ausweitung seiner Film- und Fernsehproduktionen die Umsatzerwartungen übertroffen. Das sorgt bei der Aktie für ein Plus von rund neun Prozent. Der Umsatz des Monopoly-Herstellers schnellte von April bis Juni um 54 Prozent auf 1,32 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 1,16 Millairden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn stieg auf 145,4 (Vorjahr: 2,7) Millionen Dollar.

CBOE Global Markets: Die US-Börse mischt künftig im europäischen Derivatehandel mit und macht den angestammten Handelsplatzbetreibern Deutsche Börse und Euronext Konkurrenz. CBOE erhielt eine Genehmigung von der niederländischen Finanzaufsichtsbehörde zum Handel mit Optionsscheinen und Aktienfutures. An den Start gehen soll der Handelsplatzbetreiber am 6. September. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Europa in Amsterdam. Dort hat CBOE nach dem Brexit auch schon den europäischen Stammsitz der Aktienbörse verlegt. Die Aktie steigt um 0,5 Prozent.

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