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ZeitungsberichtDeutsche Börse entscheidet über Kengeter-Nachfolge

Die Deutsche Börse will einem Zeitungsbericht zufolge noch diesen Donnerstag über die Nachfolge von Vorstandschef Carsten Kengeter entscheiden. Als Nachfolge wird der bisherige HVB-Chef Theodor Weimer gehandelt. 16.11.2017 - 10:06 Uhr

Die Deutsche Börse will über die Nachfolge von Vorstandschef Carsten Kengeter entscheiden

Foto: dpa

Die Besetzung des Chefpostens bei der Deutschen Börse könnte jetzt ganz schnell gehen. Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) ist für diesen Donnerstag ein entsprechender Vorschlag für den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet worden. Anschließend solle auf der Sitzung des Aufsichtsrats die Personalie beschlossen werden. Danach folge die Pflichtmitteilung an die Börse, schreibt das Blatt am Donnerstag.

Eine Bestätigung für diesen Zeitplan gab es auf Anfrage nicht. Doch schon am Vortag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass eine Entscheidung über die Nachfolge für den zum Jahresende ausscheidenden Carsten Kengeter kurz bevorsteht. Als Favorit für den Chefposten gilt der momentane Vorstandssprecher der Münchner HypoVereinsbank, Theodor Weimer. Er steht seit 2009 an der Spitze der Deutschland-Tochter der italienischen Unicredit und war wie Kengeter einst bei der US-Investmentbank Goldman Sachs beschäftigt.

Kengeter hatte Ende Oktober die Konsequenz aus einer Affäre um möglichen Insiderhandel gezogen und seinen Rücktritt zum 31. Dezember angekündigt. Deutsche-Börse-Aufsichtsratschef Joachim Faber hatte in einem Interview klargemacht, dass bis dahin ein Nachfolger gefunden sein soll. Laut „FAZ“ steht nur noch ein zweiter Name auf Fabers Kandidatenliste: Gregor Pottmeyer, aktuell Finanzvorstand der Deutschen Börse. Dieser sei für den Fall vorgesehen gewesen, dass sich auf die Schnelle kein Nachfolger finde oder dieser noch länger vertraglich gebunden sei.

Kengeter-Nachfolge

HVB-Chef Weimer als Börsen-Boss im Gespräch

Seit dem Frühjahr ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen Kengeter wegen eines millionenschweren Aktienkaufs aus dem Dezember 2015 - gut zwei Monate vor dem Bekanntwerden der Fusionspläne mit der Londoner Börse LSE. Der Kurs zog an, wenngleich der Deal am Ende scheiterte. Aufsichtsrat, Vorstand und Kengeter persönlich hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

dpa, rtr
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