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Dax-Chartanalyse Ähnlich schwere Baisse wie 2008 möglich

Lange hatte sich der Dax als stabilster unter den Euro-Börsen bewährt, aber der neue Crash hat Folgen.

Das Chart

Der Crash im Dax war der Auftakt einer schweren Baisse. Bis August hatte der Dax sich noch besser behauptet als die anderen Euro-Börsen. Börsen mit der höchsten relativen Stärke in einem Zyklus aber geraten in einer Korrektur am schärfsten unter die Räder, weil dort noch die größten Gewinne realisiert werden können. Das erzeugt extreme Abwärtsdynamik. Im April hatte die WirtschaftsWoche mit Blick auf die charttechnisch angeschlagene Aktie der Deutschen Bank vor einer Neuauflage der Kernschmelze von 2008 gewarnt. Die Warnung bleibt mit Blick auf die Extremwerte beim Relative-Stärke-Index (RSI, unterer Chart) bestehen.

Mit einem Dax über 7000 ist auf Jahre nicht zu rechnen

Der RSI misst das Verhältnis aus durchschnittlichen Kursveränderungen an Tagen mit steigenden Kursen zu Veränderungen an Tagen mit fallenden Kursen. Zuletzt waren vergleichbare Extremwerte beim RSI Anfang 2008 zu beobachten. Damals gab es eine Kurserholung, doch die Baisse setzte sich letztlich fort. Die 200-Tage-Linie bestätigt die negative Einschätzung. Sowohl 2007 als auch 2010 war die steigende 200-Tage-Linie zunächst Garant für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Rückschläge in die Nähe oder leicht unterhalb der 200-Tage-Linie waren Kaufgelegenheiten (Punkte 1 bis 8).

Damit vorbei war es aber nach den Durchbrüchen unter die Trendlinien T1 und T2 (Punkte A und B). Ausmaß und Dauer der Erholung werden nun einen Hinweis auf den Charakter der Baisse geben. Sollte es, ausgehend von der massiven Unterstützungszone um 6000 Punkte, nur eine kurze Reflexerholung in Richtung der 200-Tage-Linie geben, wäre mit einer ähnlich schweren Baisse wie 2008 zu rechnen. Ein Test des Tiefs von 2009 wäre denkbar. Mit einem Dax über 7000 ist auf Jahre nicht zu rechnen. Die Trendlinie T3 begrenzt dort das Steigerungspotenzial.

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