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Bis zu 356.000 Euro So viel verdienen Selbstständige in Deutschland

Einkommen: So viel verdienen Selbstständige in Deutschland Quelle: imago images

Selbstständige in Deutschland haben 2015 mehr verdient als vorher – und im Schnitt auch mehr als die meisten Angestellten. Die Top-Branche kommt gar auf ein Jahreseinkommen von 356.000 Euro.

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Die Einkommen von Freiberuflern in Deutschland sind zum Teil deutlich angestiegen. Dabei zeigt sich jedoch eine tiefe Kluft zwischen den einzelnen Branchen, wie neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Die Zahlen beziehen sich auf das Steuerjahr 2015 und liegen jetzt erstmals vor. Sie zeigen die Einkünfte an, die die Freiberufler in ihrer Steuererklärung angegeben haben.

Einkommens-Spitzenreiter sind demnach selbstständige Notare mit einem Verdienst von 356.120 Euro im Jahr 2015. Und sie sind nicht nur Top-Verdiener, sondern konnten ihre Einkünfte im Vergleich zum Vorjahr auch am meisten steigern, nämlich um 34.072 Euro. An zweiter und dritter Stelle der am besten verdienenden Selbstständigen folgen Patentanwälte mit 166.786 Euro und Zahnärzte mit 160.010 Euro.

Fast alle Freiberufler gaben bei der Steuererklärung für 2015 höhere Einkünfte an als für 2014. Weniger Geld als im Vorjahre nahmen lediglich vereidigte Buchprüfer, Komponisten und Musikberater, sonstige soziale Dienste (ohne die Tagesbetreuung von Kindern) sowie Freiberufler im Sport-, Freizeit- und Kulturunterricht ein. Besonders deutlich konnten Rechtsanwälte mit Notariat und Patentanwälte ihre Einkünfte steigern, nämlich von 88.651 auf 99.424 Euro beziehungsweise von 157.919 auf 166.786 Euro.

Am unteren Rand der Einkommensstatistik finden sich Selbstständige im Sport-, Freizeit- und Kulturunterricht (9957 Euro), in sonstigen künstlerischen Berufen (10.457 Euro) sowie in sonstigen Lehrtätigkeiten (11.525). Damit verdient der Spitzenreiter elfmal so viel wie die drei Ranguntersten zusammen.

Im Detail: Die Einkünfte der Freiberufler

Die Lohn- und Einkommensteuerstatistik weist für 2015 Daten von 40,6 Millionen unbeschränkt Steuerpflichtigen auf, darunter 2,1 Millionen in ausgewählten freien Berufen. Sie umfasst die Daten der Steuerpflichtigen, deren Einkommensteuer veranlagt wurde, sowie die Daten aus den elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen der nicht veranlagten Lohnsteuerfälle.

Die Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik liegen regelmäßig erst dreieinhalb bis vier Jahre nach Ende des Veranlagungsjahres vor. Das liegt daran, dass die Statistik zum größten Teil auf den Ergebnissen der maschinellen Einkommensteuerveranlagungen der Finanzverwaltung beruht und die Daten erst spät verarbeitet werden können.

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