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Gold hinter StahltürenWohin mit meinem Gold?

Wer Gold zum Werterhalt kauft, will es sicher verwahren. Aber wohin damit? Tresor im Haus, Schließfach in der Bank oder Depot beim Edelmetallhändler? Wo Sie Gold gut lagern, was die Aufbewahrung kostet.Laura-Patricia Montorio 21.12.2012 - 06:00 Uhr

In jedem guten Piratenfilm spielen sie eine tragende Rolle. Doch Goldmünzen sind längst nicht nur etwas für Schatzsucher. Inflationsängste und die Schwäche anderer Anlageformen machen physisches Gold gerade für Anleger attraktiv. Womit man den Werterhalt seines Geldes sichert und zudem noch etwas fürs Auge im Depot hat.

 

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Dass Goldmünzen nicht nur mit den Köpfen verstorbener Persönlichkeiten geziert sein müssen, zeigt dieses Exemplar: Die Lunar Serie 1 der australischen Münzprägeanstalt Perth Mint erfreut sich großer Beliebtheit unter Sammlern. Sie wurde von 1996 bis 2007 geprägt und zeigt die chinesischen Tierkreiszeichen, hier den Hasen.

Foto: WirtschaftsWoche

Auch der Hund gehört zu den chinesischen Tierkreiszeichen, denen die australische Münzprägeanstalt Perth Mint 2006 ein Denkmal in Form eines Goldstücks setzte. Auf der Rückseite der Münzen dieser Serie ist im Übrigen immer ein Abbild von Königin Elisabeth II. zu sehen.

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Die australischen Goldmünzen von Perth Mint sind besonders detailgenau und filigran gestaltet, wie hier beispielsweise das chinesische Tierkreiszeichen des Hahnes, welches 2005 geprägt wurde.

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Nicht nur Tierkreiszeichen finden den Weg auf Goldmünzen. Auch dem chinesischen Nationaltier Panda wird auf diese Art und Weise gehuldigt. Die entsprechende Münze aus dem Reich der Mitte wird seit 1982 geprägt - mit jährlich wechselndem Motiv des Bären auf der Vorderseite.

 

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Der Krügerrand aus Südafrika ist die liquideste Goldanlagemünze der Welt und dürfte zugleich auch die bekannteste sein. Für einen Krügerrand mit einem Feingewicht von 1 Unze zahlen Goldanleger einen geringen Aufschlag von etwa zwei Prozent auf den Goldwert.

 

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Die kanadische Goldmünze Maple Leaf, zu deutsch Ahornblatt, ist nach dem Krügerrand die weltweit zweitbekannteste Anlagemünze. Auch mit ihm wird einem Nationalsymbol gehuldigt.

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Der American Eagle aus den USA wird seit 1986 in unverändertem Design geprägt. Das Unzenstück hat einen Nennwert von 20 Dollar, sein Marktpreis liegt bei einem Vielfachen davon.

 

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Der sogenannte Wiener Philharmoniker aus Österreich wurde erstmals 1989 ausgegeben. Inzwischen ist er die beliebteste Goldanlagemünze Europas, sozusagen der Krügerrand der Alten Welt.

 

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Für das Portemonnaie des normalen Anlegers ist der Riesen-Maple Leaf außer Reichweite. Doch Goldmünzen sind bei Anlegern, die Inflationsschutz suchen, sehr beliebt. Üblich sind Münzen mit einer Feinunze Gold, das entspricht einem Goldgewicht von 31,103477 Gramm. Der Vorteil: Schon für vergleichsweise kleine Beträge kann man so Gold erwerben.

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Für extrem vorsichtige Zeitgenossen, und unter Goldbesitzern gibt es davon viele, ist das Angebot ein Traum: „Ehemalige Bankfiliale inklusive Tresor in Berlin Pankow-Niederschönhausen zu vermieten!“ Der Eingangsbereich ist verglast, die Säulenhalle repräsentativ, das Chefbüro großzügig dimensioniert. Der Clou aber: Eine Wendeltreppe führt ins Untergeschoss, in den Tresorraum der ehemaligen Bank. Derartige Angebote gibt es zuhauf. Seit Mitte der Neunzigerjahre haben Banken über 30.000 Zweigstellen dichtgemacht. So manche soll auch schon an Privatleute gegangen sein. „In der Regel sind Bankzweigstellen nicht für den privaten Nutzen angelegt; sie haben meist zu große Räume, und sanitäre Anlagen wie Dusche oder Badewanne fehlen“, sagt Makler Gero Klingenberg, der die Ex-Filiale vermarktet. Beliebt sind Banken bei Goldhändlern und Anwälten, sie können die Tresoranlagen für Edelmetalle oder vertrauliche Unterlagen gut gebrauchen. Bei Klingenberg haben auch schon Weinhändler und ein Spielhallenbetreiber Interesse signalisiert.

Goldanleger müssen sich nicht gleich eine ganze Bankfiliale zulegen, um Barren und Münzen zu lagern. Ein Safe oder ein Heimtresor reichen in der Regel. Tresore sollten durch Institute wie die von den Versicherern getragene VdS Schadenverhütung oder die Forschungs- und Prüfgemeinschaft Geldschränke und Tresoranlagen (FuP) nach EU-Normen geprüft sein. Je wertvoller der Goldschatz, desto höher sollte der Sicherheitsgrad sein. An diesem orientiert sich auch die Deckungssumme, die Hausratversicherer maximal akzeptieren. Den Inhalt eines Tresors der VdS-Klasse II, der zweitniedrigsten von insgesamt 13 Klassen, können Privatleute für maximal 100.000 Euro versichern. Das entspricht dem Gegenwert von 75 Unzen in Krügerrand-Münzen. Alles, was sonst noch im Tresor lagert, würde in der Regel nicht mehr von der Versicherung gedeckt.

Safes, die weniger als eine Tonne wiegen, sollten in der Wand oder im Boden verankert werden. Einbrecher, so das VdS, würden gut mit schweren Schränken fertig. Was sie beim Abtransport des Tresors beschädigten, sei ihnen egal. Hauptsache, sie können ihn an einen Ort schaffen, an dem sie ihn in Ruhe knacken können – unzerstörbar nämlich ist kein Tresor der Welt.

Hausratversicherung

Für Barren, Goldmünzen und Schmuck, die im heimischen Tresor lagern, greift in der Regel die Hausratversicherung. Eine Standard-Police erstattet bei Verlust meist nur einen Höchstwert um die 25.000 Euro, gegen Vorlage der Kaufquittungen. Weil Versicherer höchst unterschiedliche Bedingungen zu den Sicherheitsklassen der Safes und der Safe-Befestigung haben, sollten Anleger Details mit ihrem Versicherer klären. Auch Zusatzprämien für Gold über 25.000 Euro müssen Kunden individuell aushandeln.

Tresorbesitzer sollten den Safe so in der Wohnung oder im Haus platzieren, dass er nicht gleich jedem ins Auge fällt. „Was man nicht sieht, das erregt auch kein Interesse. Gleichzeitig sollte der Besitzer den Tresor ohne Umstände erreichen können – sonst bleiben Wertsachen erfahrungsgemäß draußen liegen“, sagt Paulus Vorderwülbecke, Leiter Sicherungstechnik bei VdS.

Winston Pink Legacy

Neuer Rekord für einen rosafarbenen Diamanten: Am 13. November 2018 ersteigerte der renommierte amerikanische Juwelier Harry Winston den 18,96 Karat schweren Diamanten "Pink Legacy" für mehr als 50 Millionen Dollar, umgerechnet 44 Millionen Euro, inklusive der Gebühren an das Auktionshaus Christie's. Zwar ist der "Pink Star" bereits 2013 für einen deutlich höheren Betrag versteigert worden, aber gemessen am Preis pro Karat schafft der umgehend in "Winston Pink Legacy" umgetaufte Diamant laut Christie's einen neuen Weltrekord für rosafarbene Diamanten: 2,6 Millionen Dollar pro Karat. Der Stein wurde vor mehr als hundert Jahren gefunden und war lange in Besitz der Familie Oppenheimer, die einst den Minen-Konzern De Beers leitete.

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Le Grand Mazarin
Nach dem Rekordjahr 2016 gingen dieses Jahr keine Superdiamanten für illustre Summen über den Auktionshaustisch. Beim "Grand Mazarin" ist eher die Geschichte beeindruckend: Er gehörte vielen Königinnen, Königen und Kaisern, darunter der Sonnenkönig Ludwig XIV. Ein privater Sammler erwarb den 19,07 Karat schweren Stein für 12,3 Millionen Euro. An die Rekordhalter kommt der pinke Diamant damit allerdings nicht heran.

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The Pink Star

Er hatte bereits bei einer Auktion in Genf 2013 den Rekordpreis von rund 76,3 Millionen Schweizer Franken (rund 62 Millionen Euro) erlöst: Der Rekord-Diamant „Pink Star“ hat bei einer Auktion in Hongkong einen neuen Besitzer gefunden. Wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte, ersteigerte die Hongkonger Juwelierkette Chow Tai Fook den rosafarbenen Stein für 71,2 Millionen Dollar (etwa 67 Millionen Euro). Zahlt der Bieter den Betrag, wäre es der höchste Preis, der jemals für einen Diamanten erzielt wurde.

Der „Pink Star“, das Prunkstück der diesjährigen Juwelenauktion von Sotheby's, war bereits vor drei Jahren zu einem noch höheren Preis von 83 Millionen Dollar ersteigert worden. Da der Käufer später jedoch nicht zahlen konnte, nahm das Auktionshaus den Stein zurück. Er gilt als teuerster Diamant aller Zeiten - zumindest was den Gesamtpreis betrifft, denn Experten vergleichen nur den Preis pro Karat. Das 59,60 Karat schwere Juwel wurde als Typ 2a eingestuft, was für ein rosafarbenes Exemplar eine Seltenheit ist. Zwei Jahre brauchte die Firma Steinmetz Diamonds, um ihn aus einem 132,5 Karat schweren Rohdiamanten zu schleifen.

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Lesedi La Rona

Der vermutlich zweitgrößte Rohdiamant der Welt kam am Abend des 29. Juni im Londoner Auktionshaus Sotheby's unter den Hammer - jedenfalls fast. Denn für viele Experten überraschend fand sich kein Käufer. Auf etwa 70 Millionen US-Dollar (etwa 64 Millionen Euro) hatten die Auktionatoren die Verkaufssumme geschätzt. In Botswana im Süden Afrikas wurde das wertvolle Stück im November in einer Mine der kanadischen Firma Lucara Diamond entdeckt. Der Stein heißt „Lesedi La Rona“, was sich mit „Unser Licht“ übersetzen lässt. Laut Sotheby's ist der Rohdiamant der weltweit größte Fund seiner Art seit 1905 und erreicht mit 1109 Karat knapp die Größe eines Tennisballs. Um viele mögliche Interessenten auf das Prachtstück aufmerksam zu machen, wurde der Rohdiamant in den vergangenen Monaten auf Weltreise geschickt und in Städten wie Dubai, Singapur, New York und Hongkong präsentiert - leider bislang vergeblich.

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"The Constellation"

Er hat für 63 Millionen Dollar (55,2 Millionen Euro) den Besitzer gewechselt, noch nie wurde mehr für einen Rohdiamanten bezahlt. Er wurde im November 2015 in der Karowe-Mine in Botswana gefunden.
813 Karat misst der Edelstein und ist damit fast so groß wie ein Tennisball. Den Rekord für den weltgrößten Diamantenfund seit 1905 verpasste er denkbar knapp: Er wurde nur einen Tag nach dem Lesedi La Rona gefunden.

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Oppenheimer Blue

Es ist der teuerste blaue geschliffene Diamant, der jemals versteigert wurde. Ein anonymer Käufer zahlte für den "Oppenheimer Blue" sagenhafte 57,54 Millionen Dollar (50,81 Millionen Euro). Der mit 14,62 Karat weltgrößte klar-blaue Diamant wechselte am 18. Mai 2016 beim Auktionshaus Christie's den Besitzer. Geschätzt wurde der Stein im Vorfeld auf 38 bis 45 Millionen Dollar (etwa 33 bis 40 Millionen Euro).

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Blue Moon of Josephine

Den "Blue Moon of Josephine" hat der chinesische Milliardär Joseph Lau Luen-hung für 48,4 Mio. Dollar (etwa 45 Millionen Euro) für seine Tochter ersteigert. Zuvor hieß der 12,03 Karat schwere Stein nur "Blue Moon". Bis zur Versteigerung des "Oppenheimer Blue" galt er als der teuerste blaue Diamant der Welt.

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Fancy Intense Pink

Farbige Diamanten sind äußerst selten und entsprechend begehrt auf dem internationalen Markt. Dieser 25 Karat schwere pinke Stein wurde im November 2010 für atemberaubende 45,72 Millionen Schweizer Franken (rund 34 Millionen Euro) in Genf versteigert. Da es sehr schwierig ist, die Vielzahl der Diamantentypen zu klassifizieren, arbeiten Auktionshäuser mit international angesehenen Bewertungseinrichtungen zusammen, deren Experten Eigenschaften wie Farbton oder Reinheitsgrad bestimmen. Laut Sotheby's besitzt dieser Stein „die perfekteste pinke Farbe“, die vom Gemmologischen Institut Amerikas (GIA) in die Kategorie „Fancy Intense Pink“ einsortiert wurde.

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De Beers Millennium Jewel 4

Der 10,10 Karat schwere "De Beers Millennium Jewel 4" ist nach Angaben des Auktionshauses Sotheby's der größte je versteigerte ovale Diamant des Prädikats "Fancy Vivid Blue", die wertvollste Farbausprägung bei blauen Diamanten. Er ist im April 2016 in Hongkong für umgerechnet 28 Millionen Euro versteigert worden.

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The Unique Pink

Der größte rosafarbene, birnenförmige geschliffene rosa Diamant hat am 17. Mai 2016 bei einer Auktion von Sotheby's in Genf erstaunliche 30,8 Millionen Franken (27,8 Millionen Euro) erzielt. Sotheby's hatte den seltenen Stein auf 24,6 bis 33,4 Millionen Euro taxiert). Der "Unique Pink" hat ein Gewicht von 15,38 Karat.

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The Orange

Der seltene orangefarbene Diamant mit 14,82 Karat ist in Genf für eine Rekordsumme von 35,5 Millionen Dollar (rund 26,5 Millionen Euro) versteigert worden. Noch nie sei bei einer Auktion eine so hohe Summe pro Karat für ein buntes Juwel auf den Tisch gelegt worden, teilte Christie's mit. Mit seinem Rekordpreis sei er in die Topliga der großen rosafarbenen und blauen Diamanten aufgestiegen, die traditionell die beliebtesten bunten Stücke seien, sagte der Chef der Juwelen-Abteilung von Christie's, François Curiel. Es ist der größte Diamant der Farbklasse "Fancy Vivid Orange" überhaupt.

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Blauer Diamant für 32,6 Millionen Dollar

Er wiegt nicht einmal zwei Gramm und zählt laut Auktionshaus Sotheby's zu den teuersten blauen Diamanten aller Zeiten: In New York ist Ende November 2014 ein Diamant für 32,6 Millionen Dollar (26,3 Millionen Euro) versteigert worden. Der 9,75 Karat (1,95 Gramm) schwere Edelstein gehörte zur Sammlung von Rachel Lambert Mellon, einer im März 2014 verstorbenen US-Kunstsammlerin. Der Wert von 3,35 Millionen Dollar pro Karat war seinerzeit ein neuer Weltrekord für einen Diamanten, hieß es weiter. Den Zuschlag für den tropfenförmigen Fancy Vivid Blue erhielt laut Sotheby's ein privater Sammler aus Hong Kong.

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Walnussgroßer Diamant für 22 Millionen Dollar

Ein kristallklarer 100-karätiger Diamant ist am 21. April 2015 in New York für rund 22 Millionen Dollar (rund 20 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen. Es handele sich um den einzigen weißen Edelstein im Smaragdschliff mit solch einer Farbklarheit, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Der seltene Diamant war den Angaben zufolge im südlichen Afrika in den vergangenen zehn Jahren gewonnen worden und hatte mehr als 200 Karat gewogen, ehe er geschnitten und geschliffen wurde. „Dieser 100,20-Karat-Diamant ist die Definition der Perfektion“, schwärmte der Chef der Juwelenabteilung von Sotheby's, Gary Schuler vor der Versteigerung. „Die Farbe ist weißer als weiß. Er ist frei von jeglichen Unreinheiten.“

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Der Blaue Wittelsbacher

Legendär und rekordverdächtig: 16,4 Millionen Pfund (18,7 Millionen Euro) brachte der „Blaue Wittelsbacher“ im Dezember 2008 ein. Der 35-karätige Stein hatte zu diesem Zeitpunkt seit rund 80 Jahren nicht mehr den Besitzer gewechselt. Nicht nur für Diamantenliebhaber, auch für Historiker ist das Schmuckstück von Bedeutung: Im 17. Jahrhundert schenkte König Philip der Vierte von Spanien den Diamanten seinem Schwiegersohn Leopold dem Ersten von Österreich - als Mitgift für seine Tochter Margarita Teresa, die von 1651 bis 1673 lebte.

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Erzherzog-Joseph-Diamant

Am 13. November 2012 kam einer der wohl berühmtesten Diamanten der Welt in Genf unter den Hammer - und schlug alle bisherigen Preisrekorde. Für knapp 21,5 Millionen Dollar, umgerechnet rund 16,5 Millionen Euro, hat ein anonymer Bieter den 76,02 Karat schweren "Erzherzog-Joseph-Diamanten" ersteigert. Das war der bis dahin höchste Preis, der jemals bei einer Versteigerung für einen farblosen Diamanten pro Karat erzielt wurde. Das Auktionshaus Christie's hatte mit einem Erlös von 15 Millionen Dollar gerechnet.

Der klare, fehlerlose Edelstein stammt aus den antiken Minen Golkonda im Herzen Indiens. Benannt ist er nach dem Erzherzog Joseph August von Österreich. Dieser hatte ihn seinem Sohn Joseph Franz vermacht, der ihn vor dem Zweiten Weltkrieg weiterverkaufte. Zuletzt war der Stein 1993 in Genf von Christie's für 6,5 Millionen Dollar versteigert worden.

Ein Wettbieten zwischen zwei Interessenten hatte den Preis letztlich so hoch getrieben. Der siegreiche Bieter wolle anonym bleiben und werde den Diamanten einem Museum schenken, sagte Alfredo Molina, Vorstand des Juweliers Black, Starr & Frost, nach der Auktion. Molina hatte den Stein zum Verkauf gestellt. "Es ist ein großartiger Preis für einen Stein dieser Qualität", kommentierte er das Rekordergebnis. Der einzigartige Diamant sei mit der "Mona Lisa" vergleichbar.

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Reiner 84-Karäter

Mehr als 18 Millionen Schweizer Franken (rund 14,5 Millionen Euro) gab ein Bieter für diesen besonders reinen Brillanten aus. Wie viele andere große Diamanten wurde der „herausragende und extrem seltene“ Stein im November 2010 auf der Auktionsveranstaltung „Prunkvolle Juwelen“ von Sotheby's versteigert. Er besitzt 84 Karat.

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Blue Belle of Asia

Der legendäre Edelstein "Blue Belle of Asia" ist der teuerste Saphir der Geschichte. Das kostbare Stück aus Sri Lanka wurde in Genf samt dazugehöriger Diamantenkette für die Rekordsumme von 16,9 Millionen Franken (14 Millionen Euro) versteigert, wie das Auktionshaus Christie's am 12. November 2014 mitteilte. Den Zuschlag habe ein privater Sammler erhalten. Der "Blue Belle" war das Prunkstück der Juwelen-Versteigerung von Christie's im Jahr 2014. Er wiegt 392,52 Karat.

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Fancy Deep Blue

Dieser Diamant hält den Rekordpreis pro Karat für naturblaue Diamanten: Der 10,48 Karat schwere Stein der Farbe „Fancy Deep Blue“ erzielte 2012 bei einer Auktion von Sotheby's 10,86 Millionen Dollar, umgerechnet 8,42 Millionen Euro.

Das Auktionshaus erzielte für den tropfenförmig und besonders facettenreich geschliffenen Stein das Dreifache des höchsten Schätzpreises. Ersteigert wurde der Edelstein vom britischen Juwelierhändler Laurence Graff, der 1960 in London das Unternehmen Graff Diamonds gegründet hatte.

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Sun Drop

Stein des Anstoßes: Der "Sun Drop" ist mit 110,03 Karat der größte jemals versteigerte gelbe Diamant. Bei zehn Millionen Schweizer Franken (8,06 Millionen Euro) erhielt ein unbekannter Telefonbieter am 15. November 2011 bei der Versteigerung in Genf den Zuschlag. Gerechnet hatte das Auktionshaus Sotheby's allerdings mit bis zu 14 Millionen Franken. Der Rohdiamant wurde 2010 in Südafrika gefunden und von der New Yorker Diamantenmanufaktur Cora International geschliffen. Anschließend wurde er einige Monate im Londoner Naturkundemuseum und in Hongkong der Öffentlichkeit gezeigt. Juwelenliebhaber aus aller Welt interessierten sich laut Sotheby's für den "jungfräulichen" Stein von der Größe einer überdimensionalen Mandel. "Der Käufer wird die erste Person sein, die ihn trägt", versicherte Auktionator David Bennett vor der Versteigerung.

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4Beau Sancy

Einer der historisch bedeutendsten Edelsteine der Welt - der „Beau Sancy“ aus dem Besitz der Preußenkönige - erzielte im Mai 2012 beim Auktionshaus Sotheby's in Genf umgerechnet knapp 7,5 Millionen Euro. Maria von Medici hatte ihn bei der Krönung von Henry IV im Jahr 1610 in Frankreich als seine Gemahlin getragen. Danach wechselte der 34,98 Karat schwere Stein innerhalb der europäischen Königshäuser mehrfach den Besitzer.

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Hellblaues Juwel

Für 9,3 Millionen Franken (6,1 Millionen Euro) fand dieser hellblauen Diamant im Jahr 2009 ein neuen Besitzer. Der 7,03 Karat schwere Diamant stammt aus der legendären Cullinan-Mine in Südafrika.

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Deepdene

Der größte Diamant in ehemals deutschem Besitz, der 104,25 Karat große „Deepdene“, wurde 1890 in Südafrika gefunden. Er ist fast lupenrein, mit seltener gelber Farbe und antikem Kissenschliff. 1997 wurde er für 715.320 US-Dollar (heute rund 530.000 Euro) in die Schweiz verkauft.

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FILE - In this Nov. 8, 2017 file photo a Christie's employee displays "Le Grand Mazarin," a legendary 19.07-carat pink diamond during a preview at Christie's, in Geneva, Switzerland, Wednesday, Nov, 8, 2017. The 19-carat pink diamond that once belonged to King Louis XIV, Napoleon Bonaparte and other French rulers was auctioned Tuesday, Nov. 14, 2017 in Geneva. (Martial Trezzini/Keystone via AP)

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Schätze bei der Bank bunkern

Der Vorteil eines heimischen Safes ist, dass der Besitzer jederzeit Zugriff auf den Inhalt hat. Denn meist bewahrt er dort auch noch wichtige Papiere, wertvollen Schmuck oder die Uhrensammlung auf. Niemand möchte gern noch einen Termin bei der Bank einplanen müssen, bevor er sich das Collier für den Opernbesuch um den Hals hängen kann.

Allerdings kosten Anschaffung und Einbau eines Tresors auch erst einmal eine Stange Geld. „Geht es nur um die reine Lagerung von Gold in Form von Barren und Münzen, ist ein Bankschließfach eine einfache und vor allem auch sicherere Methode. Denn Überfälle auf Banken wegen der Kundenschließfächer sind im Zweifel seltener als Einbrüche in Privathäuser“, sagt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Allein 2011 zählte die polizeiliche Kriminalstatistik rund 132.600 Wohnungseinbrüche in Deutschland, gute neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Platz zehn: 4500 Euro

Auf einer Auktion erhielt ein Käufer dieser Aktie den Zuschlag bei 4500 Euro (ohne Provision und Mehrwertsteuer). Ursprünglich war das Papier einmal 100 Rubel wert. Ausgestellt wurde es von der Gesellschaft der Oberen Handelsreihen auf dem Roten Platz in Moskau. Die Aktie des Kaufhauses stammt von 1911.

Foto: HWPH Historisches Wertpapierhaus AG

Platz neun: 6000 Euro

Die 5,4-Prozent-Anleihe der Wladikawkas-Eisenbahngesellschaft über 10.000 Rubel brachte bei einer Auktion 6000 Euro ein. Ausgegeben wurde die Anleihe 1919.

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Platz acht: 6500 Euro

Aus dem Jahr 1860 stammt dieses Papier der Großen Russischen Eisenbahn. Der Coupon de Fondation au Porteur, St. Petersburg, brachte bei einer Auktion 6.500 Euro ein.

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Platz sieben: 7000 Euro

7000 Euro brachte ein Papier des Stadttheaters in St. Gallen. Die Gründeraktie über 500 Franken stammt von 1856.

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Platz sechs: 9000 Euro

9000 Euro brachte eine Aktie der Shanghai Securities and Commodities Exchange Company Limited. 1925 war das Papier an der Börse noch 100 x 50 Shanghai-Yuan wert.

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Platz fünf: 9000 Euro

Eine Aktie einer Eisenbahnlinie aus St. Petersburg von 1853 über 60 Rubel Silber, herausgegeben von der Société du Chemin de fer de Zarsko-Selo, brachte 9000 Euro.

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Platz vier: 16.000 Euro

Die Gründeraktie der Bremer Dampfschifffahrtsgesellschaft von 1857 über 100 Thaler Gold brachte 16.000 Euro.

Foto: HWPH Historisches Wertpapierhaus AG

Platz drei: 24.000 Euro

Specimen einer Aktie der US-Pleitebank Lehman Brothers Holdings Inc. mit der Nummer Eins brachte 24.000 Euro. Das Papier von 1994 über 10 US-Cent ausgestellte Papier hing im Zimmer des Vorstandschefs

Foto: HWPH Historisches Wertpapierhaus AG

Platz zwei: 25.000 Euro

Eine Gründeraktie des Schifffahrtskanal, dem Vorläufer des heutigen Rhein-Main-Donau-Kanal, von 1836 brachte bei einer Auktion 25.000 Euro. Ursprünglich ausgestellt wurde die Aktie über 500 Gulden im 25 Gulden Fuß.

Foto: HWPH Historisches Wertpapierhaus AG

Platz eins: 29.000 Euro

Eine Aktie der Palmen-Garten-Gesellschaft zu Frankfurt am Main brachte bei einer Auktion 29.000 Euro ein. Die Aktie des 1868 gegründeten Lust- und Ziergartens hatte im Jahr 1903 einen Wert von 428,57 Mark oder 250 Gulden süddeutscher Währung.

Foto: HWPH Historisches Wertpapierhaus AG

Die wichtigsten Fakten zu Gold
Die gesamte Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 betrug 929,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 952,8) gefallen.Quelle: World Gold Council
Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im dritten Quartal 2014 insgesamt 534,2 Tonnen und ist damit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 556,3) gefallen.
Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im dritten Quartal 2014 auf 97,9 Tonnen und fiel, verglichen mit den 103,1 Tonnen im dritten Quartal 2013, um fünf Prozent.
Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im dritten Quartal 2014 deutlich gesunken – auf 245,6 Tonnen. Ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2013 (Q3: 312,3).
Dass die Gesamtnachfrage nach Gold gefallen ist, ist auch auf die Abflüsse aus Gold-EFTs zurückzuführen. Im dritten Quartal 2014 beliefen sich diese auf 41,3 Tonnen. Allerdings ist das deutlich weniger als im Vorjahr. Im dritten Quartlal 2013 betrugen sie noch 120,2 Tonnen.
Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im dritten Quartal 2014 92,8 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von neun Prozent (Q3'13: 101,5).
Die Goldnachfrage im Investment belief sich im dritten Quartal 2014 auf 204,4 Tonnen. Das ist eine minimale Steigerung von sechs Prozent, im Vorjahresquartal waren es 192 Tonnen.

Ein Bankschließfach sollte sich nach Möglichkeit in der Nähe der Wohnung oder des Arbeitsplatzes befinden, damit keine Fahrtkosten oder eine komplizierte Anreiseplanung anfallen. Das Schließfach kann der Kunde in der Regel nur zu den Öffnungszeiten erreichen, dazu muss er seinen Ausweis vorlegen und seinen Schlüssel dabei haben. Dann begleitet ihn ein Angestellter in die Tresorräume. Elektronische Fächer, auf die Kunden mit Karte und Code immer zugreifen können, sind rar – und teurer als herkömmliche Schließfächer.

Überregionale Institute wie Deutsche Bank, Commerzbank oder HypoVereinsbank vermieten ihre Schließfächer nur an eigene Kunden. Die meisten Volks- und Raiffeisenbanken vergeben sie auch an Interessenten, die keine weiteren Dienstleistungen der Bank in Anspruch nehmen. Die Mindestmietdauer variiert: Manche Banken vermieten ihre Schließfächer nur für mindestens ein Jahr, andere auch schon für wenige Tage oder Wochen, was sich besonders für die einbruchsgefährdete Urlaubszeit anbietet.

Unterschiedliche Konditionen

Die Konditionen der Banken sind sehr unterschiedlich, der Vergleich oft nicht leicht, da die Größe der Fächer nicht genormt ist: Die Sparda-Bank etwa bietet für 30 Euro im Jahr ein bis zu 3,5 Liter großes Schließfach an. Das entspricht ungefähr der Größe eines Stapels von DIN-A4-Druckerpapier. Die größten Schließfächer haben das Volumen eines Bücherregals, wie etwa ein 550 Liter fassendes Schließfach bei der Sparkasse Hannover, das für 500 Euro Jahresmiete zu haben ist. Die Jahresmiete muss der Kunde oft im Voraus bezahlen.

Interessenten sollten bei der Auswahl auch auf die im Preis enthaltene Versicherungssumme achten: Bei manchen Banken wie der Berliner Volksbank, der Stadtsparkasse München oder der Deutschen Bank ist keine Versicherung im Mietpreis enthalten. Bei der Sparda-Bank West oder der Sparda-Bank Baden-Württemberg dagegen deckt der Mietpreis bereits eine Versicherungssumme von 128.000 Euro ab.

Die 100-Billionen-Dollar-Note aus Simbabwe ist der Geldschein mit dem höchsten Nennwert, der aktuell gültig ist. Einheimische verwenden lieber US-Dollar, als die Hyperinflationswährung ihres Landes. Bei Ebay wird ein solcher Schein verramscht. Josef Gerber hat dafür gerade einmal 30 Euro-Cent gezahlt.

Foto: WirtschaftsWoche

Die Scheine aus Madagaskar sind nach Meinung des Experten Gerber mit die schönsten der Welt. Sie zeigen die Tier- und Pflanzenwelt des Inselstaates. Gerber: „Geldscheine sind die Visitenkarten der Länder.“ Das macht dieser Schein besonders deutlich.

Foto: WirtschaftsWoche

Der amerikanische Pop-Art-Künstler James Rizzi gestaltete diesen 10-Euro-Gedenkschein, die bisher einzige Euro-Gedenknote. 409 Stück gibt es von dem Kunstwerk. Nach dem Rizzi kürzlich verstorben ist, blättern Sammler heute dafür 1800 Euro hin.

Foto: WirtschaftsWoche

Scheine aus dem Irak (Dinar) brachten dem Geldscheinsammler Josef Gerber den Titel vereidigter Gutachter für Weltbanknoten ein. In einem Gerichtsverfahren half er dem Richter bei der Beurteilung der Scheine, auf denen noch der frühere Diktator Saddam Hussein abgebildet war. Der Richter bedankte sich mit der Vereidigung.

Foto: WirtschaftsWoche

Alte Münzen und Banknoten aus der DDR.

Foto: AP

Auf dem 1000 Ariary-Schein der ehemaligen französischen Kolonie Madagaskar, der nicht mehr gültig ist, ist der im Land bekannte Flötenspieler Rakota Frah abgebildet. Geldsammler Gerber hatte das Land seinerzeit bei der Gestaltung einer neuen Währung beraten. Sein vier Jahre jüngerer Bruder Franz Gerber war dort auch einst Fußball-Nationaltrainer.

Foto: WirtschaftsWoche

Der Zwanzig-Mark-Schein der DDR ist die einzige deutsche Gedenknote und war nie gültiges Zahlungsmittel. Damit habe jemand kurz vor Schluss noch einmal richtig Geld verdient, berichtet Gerber. Der Schein kam am 22. Dezember 1989 auf den Sammlermarkt. Heute ist er etwa 400 Euro wert.

Foto: WirtschaftsWoche

Auch erfahrene Sammler wie Josef Gerber entdecken noch Neues. Auf diesem Notgeldschein der oberbayrischen Gemeinde Murnau aus dem Jahr 1923 hat der Grafiker des Scheins eine Liebeserklärung versteckt. In den Randornamenten auf der Rückseite steht: „Ich hab dich lieb Gisela Lipunsky“.

Foto: WirtschaftsWoche

Dieser Schein über 100 Mark der Reichsbank vom 1. Januar 1876 ist der teuerste deutsche Geldschein. Sammler zahlen für die Rarität 20.000 Euro. Der 50-Mark-Reichskassenschein vom 10. Januar 1882 kostet immerhin noch 15.000 Euro, der 20-Mark-Reichskassenschein 10.000 Euro (beide nicht im Bild).

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Der 5-DM-Schein von 1948 ist einer der ersten nach dem Zweiten Weltkrieg. Er zeigt einen Stier und die Göttin Europa. Herausgegeben hat ihn die Bank deutscher Länder – der Vorgänger der Bundesbank.

 

Foto: WirtschaftsWoche

Versicherung

Die meisten Banken bieten selbst Policen an. Deren Kosten liegen zwischen 0,50 und 2,95 Cent je 1000 Euro Schließfachinhalt. Wenn der Bankkunde seine im Schließfach gebunkerten Schätze lieber privat versichern möchte, greift die Hausratversicherung nicht mehr. Er braucht eine Spezialpolice, genauer: eine „Tresorinhaltsversicherung“.

In jedem Fall erstattet die Versicherung, wenn das Fach tatsächlich einmal ausgeraubt werden sollte, immer nur gegen Kaufbelege. Den Wert des Schließfachinhaltes schätzt der Kunde zusammen mit dem Versicherer ab – die Bank bekommt davon nichts mit. „Der Inhalt des Bankschließfachs bleibt immer geheim. Die Bank muss im Todesfall dem Finanzamt lediglich die Existenz eines Schließfaches melden“, erklärt Nancy Mönch von der Berliner Volksbank.

Generell knapp sind die Fächer nicht. „In gut gelegenen Filialen sind schon mal alle Fächer belegt. Dort muss sich der Kunde auf eine Warteliste setzten lassen“, sagt Mönch. Viele Banken behalten mittlerweile die Schließfachanlagen von geschlossenen Filialen. Sie werden entweder mit Zugangselektronik ausgerüstet und bleiben am Ort der stillgelegten Filiale – oder die Banken bauen sie aus und montieren sie in einer ihrer noch aktiven Filialen neu.

Tresor und Bankschließfach nehmen oft nicht nur Goldbarren und Münzen auf, sondern auch den Diamantring, den Kaufvertrag fürs Eigenheim oder andere wichtige Papiere. Wer nur einen sicheren Platz für Gold, Silber oder Platin sucht, kann die Edelmetalle auch beim Goldhändler im Schließfach lagern.

Goldhändler

Viele Edelmetallhändler, die außer über das Internet auch über Filialen verkaufen, bieten Schließfächer an. Vorteil: Sie sind oft länger geöffnet als die Schließfachräume der Banken. Goldhändler bieten darüber hinaus den Service, das Gold bei Bedarf an den Kunden zu verschicken. Beim Edelmetallhändler Pro Aurum etwa kostet die Goldlieferung je nach Menge zwischen 9,95 und 29 Euro und dauert nicht länger als vier Tage. „Viele Menschen schätzen es, dass sie beim Edelmetallspezialisten alles in einem haben. Sie können Gold kaufen, wieder verkaufen, sich beraten lassen und ihr Gold gleichzeitig sicher lagern“, sagt Benjamin Summa von Pro Aurum.

Die Rundumbetreuung hat aber auch ihren Preis, das Schließfach beim Goldhändler kostet in der Regel deutlich mehr als bei der Bank. Bei Pro Aurum etwa beträgt der Jahresmietpreis für das kleinste Fach von 3,3 Litern 214 Euro, für das größte mit knapp 36 Litern blättert der Kunde 565 Euro jährlich hin. Bei Pro Aurum ist eine Versicherung mit einer Haftungsgrenze von maximal 30.000 Euro inklusive. Auch beim Edelmetallhändler ist ein freies Tresorplätzchen aber nicht garantiert: In der Berliner Filiale von Pro Aurum etwa sind derzeit alle Fächer belegt.

Edeltresore

Wer keine Lust auf ein verschwiegenes Schließfach auswärts oder einen grauen Geldschrank daheim verspürt, sondern zeigen will, was er hat, kann auch einen Edeltresor wählen. Etwa das „Wild West“-Modell des Münchner Herstellers Stockinger: 750 Kilogramm schwer, in schwarzem Lack, auf Hochglanz poliert. Ein silberner Bullenkopf bewacht die Tür, auf der lederbezogenen Innenseite prangt ein ausgeblichenes Billy-the-Kid-Plakat: „wanted – dead or alive“.

Derartige Design-Tresore baut Stockinger nach Kundenwunsch, 40 bis 50 liefert man jedes Jahr nach ganz Europa. Ebenfalls im Programm: Tresore mit chinesischen Schriftzeichen, in königlichem Gold und Purpur oder in kristallener Swarowski-Lackierung. Die Teile sind nicht nur auffällig, sondern auch stabil: „Seit der Gründung des Unternehmens vor gut 30 Jahren wurde noch nie ein Stockinger-Tresor geknackt“, verspricht Geschäftsführer Dominik von Ribbentrop. Bis zu 155.000 Euro kosten die edlen Panzerschränke – dafür bekäme man auch über dreieinhalb Kilo Gold. Für manchen löst sich das Problem der sicheren Geldanlage so schon mit dem Tresorkauf.

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