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Ranking Depotbanken Die günstigsten Online-Broker

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Anleger brauchen einen Plan

Eine genauer Kostenvergleich ist kompliziert. Schon beim Blick auf die Kosten für den Kauf von Aktien im Wert von 10.000 Euro zeigt sich, warum Anleger lieber Tagesgeldzinsen vergleichen, als Gebühren der Depotbanken: Ohne Sternchen und Sonderbedingungen kommt kaum ein Broker-Ranking aus. 

So müssen Anleger schon vor der Wahl ihres Brokers ihr persönliches Handelsverhalten genau kennen. Wer wirklich den günstigsten Anbieter finden will, sollte sich vorher überlegen, an welchen Handelsplätzen er welche Produkte in welchem Volumen handeln möchte. Beispiel gefällig, warum das einen Unterschied macht?

Beim S Broker, dem Anbieter der Sparkassen, ist es mit 30,97 Euro zwar rund einen Euro teurer als bei der Comdirekt Bank, Aktien außerbörslich, also etwa außerhalb der Börsenöffnungszeiten, über 10.000 Euro zu kaufen. Spricht zunächst für Comdirect. Die wiederum verlangt aber knapp einen Euro mehr als der S Broker, wenn Anleger an inländischen Parkettbörsen handeln wollen.

Als wäre das nicht schon verwirrend genug, wird es bei größeren Orders noch unübersichtlicher. Wer hin und wieder ein größeres Paket Aktien im Wert von 50.000 Euro kaufen möchte, steht vor weiteren Entscheidungsschwierigkeiten.  

Die günstigsten Online-Depotkontos für Großanleger

Denn wo gerade noch die Comdirect Bank als günstigerer Anbieter galt, ist nun der S Broker in allen Bereichen günstiger. Wer 50.000 Euro anlegt, zahlt 56,47 Euro, egal ob er über Xetra handelt, Deutschlands beliebtestem Handelsplatz unter Privatanlegern, oder an anderen deutschen Parkettbörsen. Außerbörslich wird es sogar noch etwas günstiger. 

Comdirect hingegen ist nun in allen Fällen teurer. Großanleger zahlen für ihre Order über 50.000 Euro dort je nach Handelsplatz zwischen vier bis sechs Euro mehr als beim S Broker.

Wer soll sich da noch entscheiden können. Für Beruhigung sorgt höchstens ein Blick auf die Gebühren von Onvista, dem durchgängig günstigsten Anbieter im Test: 6,50 Euro zahlen Anleger, egal ob sie für 10.000 oder 50.000 investieren.

Consorsbank und Lynx verlangen mit rund 70 Euro die höchsten Gebühren der getesteten Anbieter bei einer Order über 50.000 Euro – Anleger drücken rund das zehnfache der Gebühren ab, die sie im Festpreisdepot von Onvista zahlen würden.

Wer auch nach der Arbeit (und somit meist außerhalb der Börsenöffnungszeiten) noch handeln möchte, der sollte einen Anbieter wählen, der auch außerbörslichen Handel ermöglicht. Das ist bei den meisten möglich, nur fünf Depotbanken bieten ihren Kunden diese Möglichkeit nicht an.

Bei allen anderen ist der außerbörsliche Handel auch meist die günstigste Option. Doch für Anleger zahlt sie sich nicht immer aus. Denn während die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis beispielsweise tagsüber bei Xetra nicht weit auseinanderliegt, ist dieser Spread im außerbörslichen Handel meist deutlich höher. Weil weniger Papiere gehandelt werden, sind die Preisunterschiede größer.

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