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Tagesgeld Ranking Bester Zins und Einlagenschutz beim Tagesgeld

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Das Finanzprodukt Tagesgeld wird immer komplizierter


Die psychologisch wichtige Marke von einem Prozent erreicht man derzeit nur bei der Consorsbank. Das Angebot gilt allerdings allein für Neukunden und für einen Anlagebetrag bis maximal 50.000 Euro. Die Höhe der Zinsen ist zudem nur für sechs Monate garantiert. Unter bestimmten Voraussetzungen können Consors-Kunden die Zinsbindung auf zwölf Monate erhöhen. Wenn Neukunden mit ihrem gesamten Depot von einer anderen Bank zur Consorsbank umziehen, können sie sogar zwei Prozent aufs Tagesgeld bekommen.

Das Beispiel zeigt: Nicht nur das Zinsniveau ist niedriger geworden. Gleichzeitig wird das einst simple Finanzprodukt Tagesgeld immer komplizierter. Das macht es für Sparer schwieriger, sich für ein Angebot zu entscheiden. Ausschlaggebend sind nicht nur die Zinsen, sondern auch die Voraussetzungen, unter denen sie gezahlt werden. Dazu zählen Limits bei Höhe und Dauer der Geldanlage.

Wie schwer durchschaubar das bisweilen wird, lässt sich zum Beispiel am Angebot der ING-DiBa erkennen. Sie lockt Neukunden mit einer auf den ersten Blick recht stattlichen Verzinsung von 0,75 Prozent. Dieser plakative Zinssatz ist fiktiv auf ein komplettes Jahr hochgerechnet, obwohl er lediglich für die Dauer von vier Monaten garantiert wird. Zudem wird die angegebene Verzinsung nur auf Anlagebeträge bis maximal 50.000 Euro gutgeschrieben. Schon nach Ablauf der kurzen Frist von vier Monaten gilt bis zur Schwelle von 50.000 Euro ein weitaus niedrigerer Zins von 0,10 Prozent. Und auf die über 50.000 Euro hinausgehenden Teile des Sparguthabens gewährt die ING-DiBa nur eine Miniverzinsung von 0,05 Prozent.

Die besten Tagesgeldzinsen für Neukunden bei Banken mit gesetzlicher Einlagensicherung

Einlagensicherung über das gesetzliche Maß hinaus

Neben der Verzinsung müssen Sparer auf den Schutz ihrer Einlagen vor Bankenpleiten achten. Die Höhe des angelegten Betrags sollte die Sicherungsgrenzen nicht überschreiten. Institute wie die Consorsbank, die OYAK ANKER Bank oder die Santander Direkt Bank etwa gehören dem Einlagensicherungsfonds der deutschen privaten Banken an. Bei ihnen sind Spareinlagen daher bis weit über den gesetzlichen Mindestschutz von 100.000 Euro je Sparer hinaus abgesichert.

Der Mindestschutz der privaten Einlagensicherung beträgt je nach Institut in der Regel mindestens eine Million Euro je Bankkunde und kann bis zu 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank reichen. Wegen dieser Bezugsgröße unterscheidet sich das Schutzniveau von Institut zu Institut.

Die besten Tagesgeldzinsen für Bestandskunden bei Banken mit erweiterter Einlagensicherung

Dagegen hört bei vielen anderen Banken der Einlagenschutz jenseits von 100.000 Euro auf. Bei auch hierzulande tätigen Instituten ist der Schutz für den Pleitefall auf die von der Europäischen Union vorgeschriebene Mindestschwelle von 100.000 Euro beschränkt. Das gilt etwa für das Angebot der Renault Bank direkt oder von MoneYou. Die Onlinebank MoneYou ist eine Tochter der niederländischen ABN Amro Bank und zahlt 0,5 Prozent Jahreszins auf Einlagen bis eine Million Euro.

Sparer, die diesen hohen Betrag wirklich ausschöpfen wollen, müssen sich im Klaren sein, dass dann bis zu 900.000 Euro keinen Einlagenschutz genießen.

Die besten Tagesgeldzinsen für Bestandskunden bei Banken mit gesetzlicher Einlagensicherung

Ruhiger schläft, wer seine Einlage bei einem einzelnen Institut unterhalb der gesetzlichen Sicherungsgrenze hält. Wer größere Beträge sicher anlegen will, muss sein Kapital auf mehrere Banken verteilen. Klar, dass man in solchen Fällen nicht immer den Höchstzins mitnehmen kann.
Ein höheres Schutzniveau bis maximal 500.000 Euro bietet die gesetzliche Einlagensicherung nur in Fällen von Erbschaften oder Abfindungen oder nach dem Verkauf von Häusern und Wohnungen, wenn Privatleute kurzfristig außergewöhnlich hohe Guthaben bunkern müssen. Das höhere Schutzniveau gilt in diesen Fällen aber nicht unbegrenzt sondern nur vorübergehend.

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