Immobilien: Wo Einfamilienhäuser die größten Gärten haben
Sommerzeit ist für viele Gartenzeit, zum Entspannen, Grillen oder um das Gemüsebeet auf Vordermann zu bringen. Wie viel Platz der Garten im Schnitt bietet, unterscheidet sich regional aber stark. Das zeigt eine neue Analyse von Immoscout24. Die Online-Plattform für Wohn- und Gewerbeimmobilien hat alle im ersten Quartal 2025 inserierten Einfamilienhäuser mit Garten verglichen.
Am wenigsten Platz zum Grillen und Entspannen haben demnach Einwohner aus Kaufbeuren in Bayern. Gemessen an der Gartenfläche landet die Stadt auf dem letzten Platz des Rankings der 418 deutschen Landkreise. Der durchschnittliche Garten bei Einfamilienhäusern ist hier lediglich 182 Quadratmeter groß.
Immerhin fünf Quadratmeter mehr als in Kaufbeuren bieten Gärten in Frankfurt am Main. Ebenfalls weit unten im Ranking: Landau in der Pfalz mit durchschnittlich 196 Quadratmetern und Ludwigshafen am Rhein und Freiburg im Breisgau mit jeweils 204 Quadratmetern. Insgesamt zeigt die Analyse, dass zu den 20 Landkreisen mit den kleinsten Gärten überwiegend Großstädte und dicht besiedelte Regionen in Süddeutschland gehören.
Ein anderes Bild zeigt sich in Ostdeutschland. Die größten Gärten gibt es demnach in der brandenburgischen Uckermark. Mit durchschnittlich 1780 Quadratmetern sind die Gärten hier fast zehnmal so groß wie im bayerischen Kaufbeuren. Das entspricht etwa sieben Tennisplätzen. Dazu sind die Immobilien in der Uckermark günstiger: Laut der Online-Plattform kostete der Quadratmeter eines Hauses hier zum Ende vergangenen Jahres im Schnitt 2104 Euro – und damit etwa 1700 Euro weniger als im bayerischen Kaufbeuren.
Auch in weiteren Landkreisen im Nordosten Deutschlands bieten die Gärten mehr Platz: in der Prignitz etwa im Schnitt 1332 Quadratmeter, im Landkreis Uecker-Randow 1316 und im Landkreis Elbe-Elster 1282. So dominieren 14 ostdeutsche Landkreise die 20 Regionen mit den größten Gärten. Die übrigen sechs Landkreise liegen in Niedersachsen, darunter etwa Lüchow-Dannenberg mit 1121 oder Nienburg/Weser mit 922 Quadratmetern.
Und wie verhält es sich in den großen deutschen Städten? Insgesamt haben die Bewohner in den dichtbesiedelten Städten weniger Platz – allerdings zeigen sich auch hier starke Unterschiede. Den meisten Platz bieten laut der Immoscout-Analyse die Gärten in Dresden mit durchschnittlich 578 Quadratmetern, gefolgt von Leipzig mit 542 und Berlin mit 486.
Aber auch in Hamburg sind die Gärten der Einfamilienhäuser im Schnitt 483 Quadratmeter groß. Im Mittelfeld liegen bei den Großstädten Hannover, Düsseldorf und Dortmund. Die kleinsten Gärten gibt es dagegen in Köln, Nürnberg und Bremen. Und München: Hier stehen den Bewohnern nur 202 Quadratmeter zur Verfügung – nur ein Drittel des durchschnittlichen Gartens in Dresden. Dabei kostete der Quadratmeter für ein Haus in Dresden zum Ende vergangenen Jahres im Schnitt nur 4000 Euro, während in München stolze 8600 Euro fällig wurden.
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