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Immobilienfirmen Fusionsgespräche von S Immo und Immofinanz vertagt

Die Führungsmannschaft und die Aktionäre der zwei Unternehmen sollen den Zusammenschluss befürworten. Zurzeit stehen aber andere Prioritäten im Fokus.

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Die Gespräche über eine Fusion sollen aufgrund der Coronakrise erstmal verschoben werden. Quelle: Reuters

Die österreichischen Vermieter S Immo AG und Immofinanz AG haben unterrichteten Kreisen zufolge Pläne zur Wiederbelebung ihrer Fusionsgespräche verschoben, bis die Coronavirus-Krise nachlässt.

Zwar gibt es bei der Führungsmannschaft und den Aktionären weiterhin Interesse an einem Deal, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Derzeit konzentrierten sich die Unternehmen jedoch darauf, mit der Marktvolatilität umzugehen, hieß es.

Es ist unwahrscheinlich, dass die formellen Gespräche wieder aufgenommen werden, bevor S Immo einen neuen Termin für seine Jahreshauptversammlung hat. Sie wurde vergangene Woche aufgrund der Corona-bedingten staatlichen Beschränkungen für Versammlungen verschoben.

Die Unternehmen hatten informierten Kreisen zufolge erwogen, die Verhandlungen vergangene Woche formell aufzunehmen. Damit sollte den Anlegern signalisiert werden, dass der Fusionsplan verfolgt wird. Mit der Zuspitzung der Pandemie wurden die Plänen nun aber auf Eis gelegt.

S Immo und Immofinanz prüfen seit Jahren Möglichkeiten für einen Zusammenschluss und gaben den jüngsten Versuch im vergangenen Jahr auf. Die Pläne erhielten neue Dynamik, nachdem der Investor Ronny Pecik zusammen mit Partnern Anteile an beiden Unternehmen erwarb und Immofinanz-CEO Oliver Schumy Anfang dieses Monats zurückgetreten ist.

S-Immo-Chef Ernst Vejdovszky sagte, dass neue Akteure zu neuen Ideen und Gesprächen führen könnten. „Natürlich bieten die bestehenden, gegenseitigen Beteiligungen und die Aktionärsstrukturen Optionen“, erklärte Vejdovszky in einer per E-Mail versendeten Stellungnahme.

„Im derzeitigen Umfeld gibt es aber zwangsläufig andere Notwendigkeiten auf unserer Agenda, die wir zu priorisieren haben.“ Immofinanz zeigte sich offen für erneute Fusionsgespräche, im gegenwärtigen Umfeld seien diese aber „nur eingeschränkt möglich“.

Der Fusionsplan wurde am Montag vom aktivistischen Investor Petrus Advisers unterstützt. Das Unternehmen argumentierte in einer Mitteilung an Kunden, dass die Synergien auf operativer Ebene und bei den Finanzierungskosten es ermöglichen würden, den Wert des kombinierten Unternehmens um etwa 20 Prozent zu steigern. Petrus hält eigenen Angaben zufolge Anteile an beiden Unternehmen.

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