Mietpreise: So teuer wohnen Studenten in Deutschland
Platz 15: Leipzig
Besonders günstig wohnen Studenten in Deutschland in Leipzig: Dort lag die Nettokaltmiete pro Quadratmeter Ende 2016 bei 6,29 Euro, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt. Insgesamt analysierten Forscher den studentischen Wohnungsmarkt in 15 Universitätsstädten. Datengrundlage waren Mietangebote auf den Internetportalen Immobilienscout 24 und wg-gesucht.de seit 2010. Das Institut untersuchte Wohnungen, die für Studenten grundsätzlich infrage kommen. Allein für das zweite Halbjahr 2016 werteten die Forscher mehr als 80.000 Inserate aus.
Platz 14: Bochum
Auch in Bochum zahlten Studenten Ende des letzten Jahres eine vergleichsweise geringe Nettokaltmiete pro Quadratmeter: und zwar 6,57 Euro. Das macht nur knapp ein Drittel der durchschnittlichen Kosten aus, die in der Stadt mit den höchsten Mieten für Studenten fällig werden.
Platz 13: Siegen
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Studentenwohnungen in Siegen lag laut Untersuchung im zweiten Halbjahr 2016 bei 6,94 Euro. Damit liegt die Universitätsstadt noch deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von fast zehn Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter.
Platz 12: Kiel
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 wurden in Kiel durchschnittlich 5,98 Euro pro Quadratmeter fällig. Ende 2016 waren es im Mittel schon 7,43 Euro. „Neben den großen Metropolen steigen aber auch in kleineren Städten die Mieten für Studenten deutlich an“, heißt es in dem IW-Gutachten.
Platz 11: Bremen
Eine vergleichsweise günstige Stadt für den akademischen Nachwuchs ist der Untersuchung zufolge auch die Hansestadt Bremen. In den letzten sechs Monaten des vergangenen Jahres zahlten Mieter im Mittel 7,59 Euro.
Platz 10: Osnabrück
8,02 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter zahlten Studenten im Durchschnitt 2016 in Osnabrück. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 waren es noch 6,26 Euro. Hauptursache der rasanten Mietsteigerungen ist nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher der fehlende Wohnungsneubau. Zu wenig gebaut werden demnach vor allem Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen. „Über alle Städte hinweg wurden nur rund ein Drittel der benötigten Wohnungen dieser Größe gebaut“, heißt es in dem Gutachten.
Platz 9: Jena
Das geringste Wachstum der Mieten zwischen 2010 und 2016 beobachteten die Forscher in Jena: Dort lagen die Mieten in den letzten sechs Monaten des vergangenen Jahres um neun Prozent höher als noch 2010. In Jena betrug die Nettokaltmiete pro Quadratmeter Ende 2016 genau 8,24 Euro.
Platz 8: Bonn
Auch in Bonn sind die Mieten für Studentenwohnungen vergleichsweise schwach angestiegen: und zwar um 13 Prozent. Nachdem Studenten Anfang 2010 durchschnittlich 8,43 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter gezahlt hatten, wurden Ende des vergangenen Jahres 9,50 Euro fällig.
Platz 7: Berlin
Stark sind die Mietkosten für Studenten in Berlin gestiegen. In der Hauptstadt ist eine Studentenwohnung seit 2010 inzwischen 40 Prozent teurer. Für einen Quadratmeter Wohnfläche zahlen angehende Akademiker laut IW im Schnitt 9,70 Euro.
Platz 6: Köln
Neben Berlin gehört laut den Experten auch Köln zu den deutschen Metropolen, in denen die Preisdynamik in den vergangenen Jahren nochmal deutlich zugenommen hat. 10,61 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter wurden dort Ende des vergangenen Jahres für eine Studentenwohnung fällig. Einen Grund für den Preisanstieg in Großstädten die Forscher schon ausgemacht: die angehenden Akademiker konkurrieren mit Senioren und Erwerbstätigen, die über deutlich höhere Einkommen verfügen.
Platz 5: Heidelberg
In Heidelberg lag die Nettokaltmiete pro Quadratmeter für eine Studentenwohnung Ende 2016 bei 10,63 Euro. Anfang 2010 zahlten Studenten noch mehr als einen Euro weniger.
Platz 4: Hamburg
Die Hansestadt gehörte auch 2016 zu den teuersten Pflastern in Deutschland für Studenten: 11,21 Euro betrug dort im Durchschnitt die Nettokaltmiete pro Quadratmeter.
Platz 3: Frankfurt
Frankfurt ist eine beliebte Stadt für Studenten – und das spiegelt sich auch in den Mietkosten für Studentenwohnungen wider. Im zweiten Halbjahr 2016 zahlten angehende Akademiker durchschnittlich 12,93 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. Die Forscher erwarten, dass die Mietpreise in Deutschland künftig weiter anziehen werden – wenn auch weniger rasant als bisher. „Die Bautätigkeit hat angezogen, allerdings wird der Bedarf dennoch nicht gedeckt“, sagte Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfeldes Finanz- und Immobilienmärkte beim Institut der deutschen Wirtschaft. „Da allerdings die Zuwanderung etwas nachlässt, gehe ich von langsameren Mietsteigerungen aus.“
Platz 2: Stuttgart
Mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 9,16 Euro pro Quadratmeter hatte Stuttgart bereits Anfang des Jahrzehnts zu den teuersten Städten für Studenten gehört. Doch die Preise zogen nochmal kräftig an. Ende 2016 betrug der Mietpreis pro Quadratmeter laut Institut der deutschen Wirtschaft 13,08 Euro.
Platz 1: München
Die teuerste Stadt für Studenten ist München, wo eine durchschnittliche Studentenbleibe 2016 schon 17,14 Euro pro Quadratmeter kostete. Im Vergleich zu 2010 war das ein Anstieg von 43 Prozent.