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Schlecht für Mieter, gut für Anleger So teuer sind Stellplätze in Deutschlands Großstädten

Mietpreise für Stellplätze Quelle: imago images

Parkplätze in Großstädten sind Mangelware. Wer sich einen eigenen Garagenstellplatz mieten möchte, muss teils tief in die Tasche greifen. Vermieter können davon profitieren.

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Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind – Parkplatzsuchen also umso mehr ein leidiges Thema. Nach Feierabend stundenlang im Kreise ziehen, nur um das Auto abzustellen? Das macht den wenigsten Freude. Die naheliegende Lösung: einen Stellplatz mieten.

Doch Bequemlichkeit hat ihren Preis – und der steigt stetig. Eine Analyse der rund 20.000 bestehenden Garagen- und Stellplatz-Inserate auf Ebay-Kleinanzeigen (Stand: Mitte April) zeigt: Besonders hoch sind die Monatsmieten in Berlin. Durchschnittlich 90 Euro zahlen Autofahrer hier für einen Stellplatz. Knapp dahinter liegen München mit 88 Euro, Hamburg mit 85 Euro und Köln mit 78 Euro pro Monat. Auch in Frankfurt am Main werden stolze Preise verlangt: In der Bürostadt mit vielen Berufspendlern kostet der eigene Stellplatz 75 Euro monatlich.

Deutlich günstiger ist man als Autofahrer ohne eigenen Parkplatz im Osten aufgehoben: In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden etwa kosten Stellplätze im Schnitt gerade einmal 35 Euro Miete im Monat.

Doch ähnlich wie die Immobilienpreise steigen auch die Stellplatz-Preise immer weiter. Darauf deutet zumindest eine Auswertung des Portals Immowelt aus dem Jahr 2016 hin. Damals konnten sich Autofahrer noch für 60 Euro pro Monat einen Stellplatz in Berlin sichern. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Entwicklungen in Hamburg und in München: Mit durchschnittlichen Monatsmieten in der Höhe von 63 Euro und 65 Euro im Jahr 2016 zahlen Autofahrer heute laut Ebay-Kleinanzeigen in beiden Städten über 30 Prozent mehr. In Köln ist der 2016er Wert von Immowelt sogar nur halb so hoch wie der aus der Immowelt-Statistik.

Die beiden Erhebungen sind allerdings nur bedingt miteinander vergleichbar. Während Ebay den Durchschnittswert ausweist, ist es bei Immowelt der - in der Regel niedrigere - Medianwert. Das ist der Preis, bei dem genau die Hälfte aller Preise höher beziehungsweise niedriger liegen.

Trotz der Unterschiede ist jedoch eines klar: Der Trend geht nach oben. Für Mieter, die einen Stellplatz suchen, ist das freilich ärgerlich. Andersherum betrachtet heißt das jedoch auch: Wer sich für einen Stellplatz oder eine Garage als Geldanlage interessiert, kann in gerade in Städten vergleichsweise einfach Rendite machen.

Immer öfter sind Stellplätze sogar ein lohnenswerteres Investment als Immobilien in vergleichbaren Städten (eine ausführliche Analyse zu Stellplätzen als Geldanlage finden Sie hier).

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