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Signa-InsolvenzBenkos Chrysler Building in den USA verkauft

Das Wahrzeichen New Yorks galt als größtes Juwel in der Immobiliensammlung von Milliardär René Benko. Nun wurde das Chrysler Building verkauft.Philip Kaleta 04.03.2025 - 10:50 Uhr

Rene Benko trifft zur Verhandung ein.

Foto: dpa

Für den Österreicher René Benko war dieses New Yorker Wahrzeichen der Schlüssel zu den exklusivsten Milliardärs-Clubs der Welt: Das Chrysler Building hat der österreichische Unternehmer einst für 151 Millionen US-Dollar erworben, es galt als Schnäppchen. Der Voreigner bezahlte mehr als 800 Millionen US-Dollar.

Nun wurde das Gebäude verkauft an die Investmentfirma RFR für einen Betrag von fünf Millionen US-Dollar, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Eignerkreisen in New York. Im Zuge der Insolvenz von Benkos Signa Holding und Signa Prime Development geriet die Immobilie zur Insolvenzmasse. Ein Teil der Immobilie gehörte bereits RFR und Benkos Geschäftspartner Aby Rosen.

Nach außen verlieh das Chrysler Building Benko und Rosen viel Glanz. In Wirklichkeit war das Gebäude für beide eine finanzielle Belastung. Benkos Signa und Rosen gehörte zwar das Gebäude. Nicht aber das Land, auf dem es stand. Die hohe Grundstückspacht machte es nahezu unmöglich, einen Profit mit der Vermietung des Gebäudes einzufahren. Betrug der jährliche Pachtzins im Jahr 2018 noch 7,76 Millionen US-Dollar, wird er bis 2028 auf 41 Millionen US-Dollar steigen.

Chrysler Building in New York

Foto: imago images

Die beiden versuchten wiederholt, den Landeigner, die College Cooper Union, von einer Anpassung zu überzeugen. Zweimal, 2021 und 2023, stand man offenbar kurz vor einer Einigung: RFR und Signa sollten einen hohen einmaligen Betrag an die College Cooper Union zahlen, im Gegenzug sollte der Jahreszins deutlich sinken. Beide Male allerdings, das zeigen interne Dokumente, konnten Rosen und Benko nicht die vereinbarten Mittel auftreiben. Ende November 2023 dann, kurz bevor Signa Insolvenz anmeldete, unterbreitete Rosen Signa schließlich ein außergewöhnliches Angebot.

Er werde die Anteile der Österreicher am Chrysler Building kaufen – für einen Dollar. RFR stellte Signa in Aussicht, alle Schulden zu übernehmen, die auf dem Gebäude lagen – und Signa an Profiten im Falle eines möglichen Verkaufs in Zukunft zu beteiligen. Bevor der Deal verhandelt werden konnte, schlitterte Signa in die Pleite.

Lesen Sie auch: René Benkos geheime Schätze in den USA

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