WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Zahnzusatzversicherungen So macht das schönere Lächeln Sie nicht ärmer

Seite 2/3

Keine einheitlichen Versicherungskonditionen

In das engere Testfeld – etwa 80 Prozent des Marktangebotes standen zur Auswahl – gelangten nur Tarife, die mindestens 70 Prozent der nicht von den Krankenkassen getragenen Kosten übernehmen. Üblich sind allerdings Kostenübernahmen von 80 Prozent und mehr, einzelne Anbieter wie die Hallesche bieten sogar 100 Prozent. Wichtig war den Testern, dass die Kostenübernahme nicht an den Zahlungen der gesetzlichen Kassen bemessen wird – etwa eine Verdoppelung der Kassenleistung -, sondern eben die verbleibende Lücke so weit wie möglich schließt. Positiv bewerteten die Tester, wenn es keine Höchstgrenzen bei der Erstattung gab.

Die zehn größten Irrtümer über Zahnpflege
Ein Kind putzt seine Zähne Quelle: dpa
"Bei Karies muss immer gebohrt werden" Quelle: gms
"Nach dem Essen sofort die Zähne putzen" Quelle: Fotolia
"Parodontitis schadet nur den Zähnen" Quelle: dpa
"Regelmäßiges Zähneputzen reicht aus" Quelle: dpa
"Zähneknirschen ist harmlos" Quelle: dpa
Behandlung beim Zahnarzt Quelle: dpa

Viele Tarife verlangen den Kunden eine Wartezeit von mehreren Monaten ab, bevor sie überhaupt die Zahnzusatzleistungen erstmals in Anspruch nehmen dürfen. Meist schließen die Versicherer Kostenerstattungen für die ersten sechs bis acht Monate aus, es sei denn, ein Unfall macht Behandlung oder Zahnersatz nötig. Normalerweise können Versicherungskunden gut damit leben. Trotzdem verzichten inzwischen immer mehr Tarife auf eine Wartezeit und klammern lediglich schon vom Zahnarzt vor Vertragsabschluss angeratene Behandlungen aus.

Vorsicht vor Höchstgrenzen

Weiter üblich ist hingegen die sogenannte Zahnstaffel. Sie legt Obergrenzen für Erstattungen in den ersten Jahren bei der Versicherung fest. „Die Regelung der Zahnstaffel ist viel wichtiger, als die übliche Wartezeit“, erklärt Mest. „Die Erstattungsgrenzen sind bei einigen Anbietern in den ersten vier Jahren so niedrig, dass sie mit nur einer Maßnahme – zum Beispiel einem Implantat für 2000 Euro – schnell aufgebraucht sind. Danach müssen Patienten bis zum Ablauf der vier Jahre warten, bevor sie weitere Behandlungen bezahlt bekommen.“ Die Bewertung der Zahnstaffel floss deshalb mit einem Gewicht von 1,5 Prozent in den Test ein.

Da die Versicherer grundsätzlich die Beiträge im Laufe der Jahre erhöhen dürfen, wurde auch das Kreditrating der Versicherungsgesellschaften mit fünf Prozent gewichtet. Allerdings ist das lediglich ein Indiz für eine solide Finanzierung der Gesellschaft.

Leistungsbedarf klären, vielleicht genügt Sparen

Wichtig für Versicherte ist grundsätzlich, sich vor Vertragsabschluss über die gewünschten Versicherungsleistungen klar zu werden. So lassen sich beispielsweise auch Tarife finden, die nur Zahnersatz, nicht aber Zahnbehandlungen wie Fluorlack-Prophylaxe, Wurzelbehandlungen, die nicht primär dem Zahnerhalt dienen, oder Zahnfleischbehandlungen (Paradontalbehandlungen) einschließen.

Umgekehrt gibt es natürlich auch wahre Luxuspakete für Zahnbehandlung und Zahnersatz, die auch besonders hochwertige Implantate, Inlays und teure Zahnbehandlungen abdecken. Solche Tarife sind natürlich teurer. Es kann nicht schaden, mit dem Zahnarzt des Vertrauens mal darüber zu sprechen, welche Behandlungen er in naher und ferner Zukunft erwartet und wie er die Zahngesundheit generell einschätzt. Dann fällt es sicher leichter, den künftigen Leistungsanspruch an eine Zahnzusatzversicherung genauer festzulegen.

Dabei kann durchaus auch ein Ergebnis sein, dass sich einen Zahnzusatzversicherung weniger lohnt, als das regelmäßige Sparen auf eine Rücklage, die im Ernstfall auch ausreicht. Denn anders als die Werbung vermuten lässt, werden schnell 200 bis 300 Euro im Jahr für so einen Police fällig. Nach ein paar Jahren schon dürften Ersparnisse in gleicher Höhe genügen, um einen einfachen Zahnersatz zu bezahlen.

Fallbeispiele für gute und günstige Zahnzusatzversicherungen

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Newsletter Recht & Steuern
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%