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Fintech Sumup wächst wegen der Coronakrise weniger

Das Startup wird immer wieder als Börsenkandidat gehandelt. Laut Mitgründer Marc-Alexander Christ ist dies jedoch erst in „drei bis fünf Jahren Thema“.

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Das Fintech ist wegen seiner mobilen Kartenlesegeräte bekannt. Quelle: obs

Die Corona-Krise macht den Wachstumsambitionen des deutsch-britischen Fintechs SumUp einen Strich durch die Rechnung. Ursprünglich wollte das Bezahl-Startup, das hierzulande mit seinen mobilen Kartenlesegeräten bekannt ist, 2020 wie im Vorjahr um 100 Prozent wachsen.

„Nun kam Corona dazwischen und das Plus wird voraussichtlich nicht so hoch ausfallen“, sagte Mitgründer Marc-Alexander Christ im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Vor allem der erste Lockdown mit den zahlreichen geschlossenen Einzelhändlern machte dem in 31 Märkten aktiven Unternehmen mit rund 2300 Mitarbeitern zu schaffen und sorgte für einen Einbruch des Geschäfts um rund 60 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte das Verluste schreibende Unternehmen mehr als 200 Millionen Euro umgesetzt.

Das 2011 gegründete Startup, das unter anderem mit Square aus den USA und dem Paypal-Dienst iZettle konkurriert, wird immer wieder als Börsenkandidat gehandelt. Laut Christ ist dies erst in „drei bis fünf Jahren Thema“.

Die privaten Finanzierungsmärkte seien „momentan sehr liquide“. „Es gibt keinen Grund, an die Börse zu gehen“, sagte Christ. Ob nach der 330 Millionen Euro Geldspritze aus vergangenem Sommer eine weitere Finanzierungsrunde ansteht, wollte er nicht verraten.

Der 41-Jährige, der früher für Groupon und JPMorgan gearbeitet hat, sagte, die Investoren - darunter Goldman Sachs und Bain Capital - hätten es mit einem Exit nicht eilig, „sondern freuen sich, wie sich das Geschäft entwickelt.“

Jüngst erweiterte SumUp beispielsweise das Produktportfolio um einen Online-Store, über den Zahlungen abgewickelt werden können, und will außerdem verstärkt nach Südamerika gehen. Christ dazu: „Wir könnten profitabel sein, investieren aber viel Geld in unser Wachstum.“

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