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Investments Wer kauft denn jetzt noch Gold?

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Die Deutschen kaufen Gold - aber warum? Quelle: Nikita Teryoshin für WirtschaftsWoche

Die Deutschen sind in den vergangenen Jahren zu einer Nation von Goldkäufern geworden, daran ändert auch der jüngste Preissturz nichts. Ein Psychogramm von Menschen, die Kilobarren und Krügerrand in Tresore packen oder gleich im Garten vergraben.

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In der Berliner Fasanenstraße gäbe es wahrlich schönere Möglichkeiten, viel Geld anzulegen. Prächtige weiße Gründerzeitbauten beheimaten Kunstgalerien, die Auktionshäuser Grisebach und Ketterer unterhalten hier Niederlassungen. In den Auslagen der Juweliere Goldberg und Breede ist zu bestaunen, wie viele Diamanten an einem Collier Platz finden.

Die meisten Besucher zieht es trotz solcher Alternativen dennoch zur schlichtesten Adresse der Nachbarschaft, in Haus Nummer 70. Draußen stapeln sich Prospekte, von innen öffnet ein schrankfüllender Kerl, sobald ein Gast die Türklinke betätigt. Zur Beratung bittet Degussa Goldhandel in eine enge Zelle, ohne Stuhl und Tageslicht, dafür mit gläserner Schalterzeile. Ob die Zeit jetzt gut sei, Gold zu kaufen? „Das müssen Sie selbst wissen, ich kann Ihnen keinen Rat dazu geben“, antwortet die höfliche Dame hinter der Glaswand. Und ergänzt, ein kleines bisschen abschätzig: „Aber unsere Kunden achten für gewöhnlich ohnehin nicht auf den aktuellen Preis. Sie denken langfristig.“

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