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Steuern und Abgaben Wann Arbeit sich nicht lohnt

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Gerade im Niedriglohnbereich lohnt sich Arbeit kaum - zumindest in Hinblick auf die Grenzbelastung Quelle: imago images

Leistung muss sich lohnen, das zählt in Deutschland zum gesellschaftlichen Grundkonsens. Wer mehr arbeitet, soll entsprechend mehr Geld im Portemonnaie haben. Die Realität sieht jedoch oft anders aus.

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Wenn jemand in Deutschland mehr verdient als vorher, sei es wegen einer Lohnerhöhung oder eines neuen Jobs, kommt davon oft kaum etwas in seinem Portemonnaie an. Das geht so weit, dass ein Zusatzverdienst bei manchen Einkommensgruppen sogar dazu führt, dass sie punktuell weniger Geld haben.

Das Kölner Institut für Wirtschaftsforschung (IW) hat in einer neuen Studie berechnet, wie viel von einer Gehaltserhöhung die Menschen behalten dürfen. Ihr ernüchterndes Fazit: „Sogar Menschen im unteren Einkommensbereich haben von Lohnerhöhungen kaum etwas“, wie Studienkoautor Tobias Hentze erklärt. Das gelte „vor allem im Bereich des Mindestlohns und im Übergang von Mini- zu Midi-Jobs“.

Verantwortlich ist etwas, das in Ökonomenkreisen den etwas sperrigen Namen „Grenzbelastung“ trägt. Sie besagt, wie viel von jedem zusätzlichen Euro auch netto ankommt – und wie viel eben nicht. Läge die Grenzbelastung bei 80 Prozent, kämen also nur 20 Cent des ursprünglichen Euros im Portemonnaie an.

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