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Kranke Kassen Die Überlebenschancen der PKV

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Die Privatversicherung flexibler machen? Die Gesundheitspolitiker der Koalition wären bereit: Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (links) und SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas (rechts). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dagegen hält sich allerdings bedeckt. Quelle: imago images, Illustration: Dmitri Broido

Teuer, ineffizient, ungerecht: Der privaten Krankenversicherung wurde schon oft das nahe Ende prognostiziert. Doch das umstrittene Nebeneinander von gesetzlichen und privaten Kassen ist weit zäher als gedacht. Jetzt starten Politiker neue Reformversuche.

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Christian Merettig ist Arzt und seine Praxis ein kleines, feines Unternehmen. Der 56-jährige Orthopäde behandelt am Berliner Kurfürstendamm. Im Altbau sitzen ihm nur Privatversicherte und Selbstzahler gegenüber. Das sei besser – für ihn, aber auch für seine Patienten, findet er. Früher, in seiner Kassenpraxis, schleuste er in der Spitze 300 Patienten am Tag durch. Heute sind es nur noch 10 bis 15.

„Hier kann ich wirklich Medizin machen, Fragen stellen, zuhören“, sagt Merettig. Und ohne Zeitdruck gebe es „keine Flüchtigkeitsfehler“. Er biete auch keine medizinisch zweifelhaften Zusatzleistungen an, im Kassensprech IGeL genannt, und er verweise nicht zu schnell zur OP ins Krankenhaus. „Ich muss keinen Quatsch machen.“ 60 Euro rechnet er privat für 45 Minuten Arztgespräch pro Patient ab, in der gesetzlichen Versicherung bekäme er 45 bis 50 Euro – allerdings je Quartal und unabhängig davon, wie oft jemand auftaucht.

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