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Streitgespräch über ländliche Regionen Lohnt sich der Strukturwandel überhaupt?

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LokalrundeDie Bürgermeisterin spaziert mit dem Ökonomen durch ihre Heimat Quelle: Götz Schleser für WirtschaftsWoche

Der Ökonom Joachim Ragnitz gibt einigen Regionen keine Zukunft mehr. Bürgermeisterin Christine Herntier will ihr Spremberg in der Lausitz erhalten. Ein Gespräch über Kohle, kluges Schrumpfen und den Mut, nicht zu viel zu versprechen.

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Die Kohle durchströmt Spremberg buchstäblich. „Kommen Sie, vielleicht ist die Spree heute braun“, sagt Christine Herntier zu ihrem Gast und zieht dann ihren Regenschirm tiefer über den Kopf, weil es unablässig schüttet und windet. Das Wetter ist nicht gerade nach Spaziergang, aber das muss jetzt sein. Drei Minuten hinterm Rathaus, am Ende einer Kopfsteinpflastergasse, steigt Herntier ein paar Stufen hoch, steuert auf die Balustrade zu und beugt sich übers Geländer. Sie steht jetzt auf einem Wehr, unter ihr braust die Spree, und Wasser und Ufer sind tatsächlich rotbraun, über und über. Eisenhydroxidschlamm, ruft Herntier gegen das Tosen und die Windböen an. Es sind die Auswaschungen aus den gefluteten Tagebauen der Umgebung, die dem Wasserlauf hier ihre typische Farbe geben – flüssige Boten des bescheidenen Wohlstands in der Region. „Unsere braune Spree“, sagt sie fast liebevoll. Es klingt nach Selbstbehauptung und auch nach Nostalgie. Nach: Wie lange noch?

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