Lars Windhorst Siegessicher trotz brenzliger Finanzlage

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Er galt als Wunderknabe der deutschen Wirtschaft, legte zwei Pleiten hin und feierte zwei Comebacks. Nun muss er wieder kämpfen – und gibt sich siegessicher. Ein Besuch bei Deutschlands umstrittenstem Investor.

Investor Lars Windhorst. Quelle: Max Threlfall für WirtschaftsWoche

Er stürmt in den Besprechungsraum. 16. Etage, Handelszentrum, Berlin Friedrichstraße. Kräftiger Händedruck, korrekter Krawattenknoten, kurze Begrüßung. Sorry für die Verspätung, er komme gerade aus Braunschweig, sagt Lars Windhorst. Kaum hat er seine beiden Handys auf den langen Tisch gelegt, surrt schon das erste. „Yes“, meldet sich Windhorst und wendet sich zum Telefonieren der breiten Fensterfront zu. Vor ein paar Minuten hat ein Wolkenbruch die Stadt in Moll getaucht. Nun kämpft sich die Abendsonne wieder durch und lässt die Reichstagskuppel glänzen. Ein Bild wie von Windhorsts Öffentlichkeitsarbeitern bestellt.

Schon als Jugendlicher verkaufte er Computer, machte Millionenumsätze und avancierte zum Shootingstar der deutschen Wirtschaft, als ihn Altkanzler Helmut Kohl zu einem Staatsbesuch nach Vietnam mitnahm und mit ihm auf Fotos posierte. Windhorst, das „Wunderkind“. Aus dem dann in den Augen mancher später Windhorst, der „Windbeutel“ wurde. Denn Millionenpleiten, Skandale und ein Flugzeugabsturz folgten.

 
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