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Deutsche See Wenn der Fischmann zweimal klingelt

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Der Fischspezialist Deutsche See traut sich in das schwierige Onlineliefergeschäft für Privatkunden. Ein Wagnis angesichts der schnellen Verderblichkeit der Ware.

Fisch-Großhändler Deutsche See Quelle: dpa

Das Angebot klingt verlockend: Eine Dorade für 7,99 Euro, vier Lachsfilets für 15,99 Euro oder ein Korb mit zwölf Austern für 34,99 Euro. Fangfrisch, direkt bis an die Haustür – 400 Kilometer von der Nordseeküste entfernt. Geht das?
Für die Deutsche See Fischmanufaktur aus Bremerhaven gehören Produkte mit sehr kurzer Haltbarkeit, sogenannte ultrafrische Ware, zum Tagesgeschäft. Kamen bisher jedoch nur Geschäftskunden wie Gastronomen, Kantinen oder Großhändler wie Metro in den Genuss des Bringdienstes, so beliefert das Unternehmen seit 2015 auch Privatkunden – ein Wagnis angesichts der schnellen Verderblichkeit der Ware.
Die 1939 gegründete Deutsche See gehörte lange zu Unilever, wurde dort mit der Nordsee-Gruppe zusammengepackt und 1997 an den Finanzinvestor Apax verkauft. Ein Jahr später erwarben Egbert Miebach, Peter Dill und Andreas Jacobs, finanzstarker Erbe des Bremer Kaffee-Clans, das Unternehmen.
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