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Alberto Fujimori Früherer peruanischer Präsident entschuldigt sich

Die Begnadigung von Ex-Präsident Alberto Fujimori hat in Peru zu massiven Protesten geführt. Jetzt wendete sich der 79-Jährige mit einer Videobotschaft von seinem Krankenbett an die Öffentlichkeit.

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Ein Anhänger hält ein Porträt des peruanischen Ex-Präsidenten vor dem Zentral-Krankenhaus in Lima hoch. Quelle: Reuters

Lima Nach seiner Begnadigung hat sich der frühere peruanische Präsident Alberto Fujimori für Fehler während seiner Amtszeit entschuldigt. Er wünsche sich von ganzem Herzen, dass die Nation ihm vergebe, sagte der 79-Jährige in einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft von seinem Krankenbett aus. Die Begnadigung Fujimoris, der eigentlich noch14 Jahre Haft absitzen hätte müssen, hat in Peru zu massiven Protesten geführt.

Präsident Pedro Pablo Kuczynski hatte am Sonntag die Freilassung des kranken Fujimori aus humanitären Gründen bekannt gegeben. Kritiker vermuteten aber, dass Kuczynski damit nur seine politischen Schulden bei den Anhängern Fujimoris beglich, die vergangene Woche ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn blockiert hatten.

Fujimori war 2009 für seine Verwicklung in die Tötung von 25 Menschen zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte sich seit seiner Verurteilung nie für Gräueltaten während seiner Amtszeit entschuldigt.

Kuczynski war wegen finanzieller Verbindungen zum brasilianischen Baukonzern Odebrecht unter Druck geraten, der Hunderte Millionen Dollar Schmiergeld an Politiker und Unternehmer in Lateinamerika gezahlt hat. Odebrecht gewann so über Jahre hinweg öffentliche Aufträge. Fujimoris Tochter, Keiko Fujimori, hatte das Amtsenthebungsverfahren ins Parlament eingebracht. Doch loyal zu ihrem Bruder Kenji stehende Politiker gaben ihre Stimmen nicht ab - das Votum fiel zugunsten Kuczynskis aus.

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