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Donald Trump Trump distanziert sich von rechter „Alt Right“-Bewegung

Parolen wie „Sperrt sie ein“ waren auf jeder Wahlkampfkundgebung von Donald Trump zu hören. Jetzt äußert sich der designierte US-Präsident ganz anders und bringt dadurch auch Unterstützer gegen sich auf.

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Donald Trump verlässt das Gebäude der

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat sich von rechten Bewegungen distanziert. Diesen Gruppen wolle er keinen Rückenwind geben, erklärte Trump in einem Interview der „New York Times.“ Zwei Wochen nach seinem Wahlsieg nahm er auch von einigen seiner Wahlkampfansagen Abstand. Er wolle doch keine neuen Ermittlungen gegen seine unterlegene Rivalin Hillary Clinton. Zudem relativierte er seine Aussagen zum Klimawandel.

Im Laufe des vergangenen Jahres hatte Trump immer wieder gegen die „New York Times“ ausgeteilt, willigte jedoch am 22. November nach einer zwischenzeitlichen Absage einem Gespräch mit leitenden Redakteuren der Zeitung in Manhattan ein.

Thema war unter anderem ein Skandal um ein Treffen der rechtsextremen „Alt-Right“-Bewegung in Washington, bei dem eine Woche zuvor einige Trumps Wahlsieg gefeiert hatten, indem sie den Arm zum Hitlergruß erhoben. „Ich distanziere mich von ihnen und verurteile sie“, sagte Trump im Interview. „Das ist keine Gruppe, der ich Auftrieb verschaffen will.“ Sollte dies dennoch der Fall sein, wolle er der Sache auf den Grund gehen, versprach Trump.

Darum hat Trump gewonnen

Zur Sprache kamen auch seine Wahlkampftiraden gegen seine Rivalin Clinton. Immer wieder hatte Trump gegen die „Verbrecherische Hillary“ gewettert. Seinen Anhängern versprach er zudem, nach seinem Wahlsieg einen Sonderstaatsanwalt einzusetzen, um Clintons Nutzung eines privaten E-Mail-Servers für dienstliche Zwecke in ihrer Zeit als Außenministerin nochmals zu untersuchen. Das FBI hatte bereits erklärt, dass sich Clinton dabei strafrechtlich nichts zuschulden hatte kommen lassen. Bei Trump-Kundgebungen skandierte die Menge aber immer wieder „Sperrt sie ein“.

Im Interview sagte Trump indes, er wolle den Clintons nicht schaden. „Das will ich wirklich nicht“, sagte er.

Einige republikanische Gruppen kritisierten, dass Trump mit seiner neuen Position ein zentrales Wahlkampfversprechen breche. „Es wäre ein Verrat an seinem Versprechen an das amerikanische Volk, den Sumpf aus schrankenloser Korruption in Washington trockenzulegen“, erklärte die Organisation Judicial Watch.

Trumps Ansichten im Faktencheck
Milliardär und Republikaner Donald Trump Quelle: dpa
Trump und Putin Quelle: dpa
New York City am 11. Septembers 2001 Quelle: dpa
Trump und Geld Quelle: REUTERS
Trump und HandelTrump: „Beim Handel gehen wir völlig unter. . Mit China werden wir handelsmäßig 505 Milliarden Dollar verlieren. . . Mexiko, (sind es) 58 Milliarden Dollar. Japan, wahrscheinlich etwa, sie wissen es noch nicht genau, aber (da sind es) etwa 109 Milliarden Dollar.“ Die Fakten: Trump liegt beim US-Handelsdefizit mit China völlig daneben. Es betrug 2015 insgesamt 365,7 Milliarden Dollar – ein Rekord und das größte Defizit der USA mit einem anderen Land. Doch das US-Defizit mit allen Ländern zusammen lag vergangenes Jahr bei 531,5 Milliarden nach 508,3 Milliarden im Jahr 2014 – also etwa so viel wie Trump nur dem Handel mit China zuschrieb. Bei den Zahlen für Mexiko lag Trump richtig, nicht aber bei jenen für Japan. Es betrug im vergangenen Jahr nicht 109 Milliarden, sondern 68,6 Milliarden. Quelle: dpa
Donald Trump Quelle: AP
Donald Trump und Hillary Clinton Quelle: dpa

Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway sagte dem Sender MSNBC, Trump bereite sich auf die Präsidentschaft vor und wolle Schlagworte aus dem Wahlkampf hinter sich lassen. „Wenn Donald Trump ihr (Clinton) bei der Heilung helfen kann, dann ist das vielleicht eine gute Sache“, sagte sie.

Auch beim Thema Klimawandel ruderte Trump etwas zurück, nachdem er die Erderwärmung im Wahlkampf noch als von den Chinesen erfundenen Schwindel bezeichnet und einen Rückzug der USA aus dem Klimapakt von Paris angekündigt hatte.

Der „New York Times“ sagte er nun jedoch, es gebe eine gewisse Verbindung zwischen menschlichem Tun und der Erderwärmung. „Es kommt darauf an, wie viel“, fügte er hinzu. Im Bezug auf den Klimavertrag wolle er sich nicht festlegen.

Trump wehrte sich im Interview der „New York Times“ auch gegen Fragen über eine womöglich heikle Verquickung seiner Regierungsarbeit und seiner zahlreichen Geschäften. „Das Gesetz ist ganz auf meiner Seite, der Präsident kann keinen Interessenskonflikt haben“, erklärte er.

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