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Einwanderung Zypern bittet EU-Länder um Übernahme von Migranten

Nikosia bittet die EU-Staaten um die Übernahme von 5.000 Migranten. Zyperns Ressourcen seien mehr als erschöpft. Man riskiere, nicht helfen zu können.

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Gemessen an der Einwohnerzahl haben in Zypern 2018 die meisten Menschen Asyl beantragt: Der Statistikbehörde Eurostat zufolge waren es 7.610 Menschen und damit 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Quelle: dpa

Nikosia, Brüssel Zypern bittet Deutschland und andere EU-Staaten wegen deutlich steigender Migrantenzahlen um die Übernahme von 5.000 Schutzsuchenden. „Ich muss zugeben, dass unsere Möglichkeiten und Ressourcen mehr als erschöpft sind und wir riskieren, denjenigen, die wirklich Schutz brauchen, nicht helfen zu können“, schrieb Innenminister Constantinos Petrides in einem Hilferuf an mehrere EU-Staaten sowie die EU-Kommission. Das Schreiben vom Montag, über das zuerst das Nachrichtenportal „Politico“ berichtete, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Gemessen an der Einwohnerzahl haben in Zypern 2018 im europäischen Vergleich die meisten Menschen Asyl beantragt: Der Statistikbehörde Eurostat zufolge waren es 7.610 Menschen und damit 70 Prozent mehr als im Vorjahr.

Gut ein Viertel von ihnen waren Syrer. Nach Petrides' Angaben kamen in der ersten Jahreshälfte 2019 bereits fast 7.000 Menschen nach Zypern. Die meisten nehmen ihm zufolge den Weg über die Türkei oder den türkisch-zyprischen Norden der Insel. Insgesamt beantragten 2018 mehr als 580.000 Menschen erstmals Asyl in der EU.

Die EU-Kommission bestätigte am Mittwoch den Eingang des Briefs. Zugleich wies sie darauf hin, dass die Brüsseler Behörde die Lage auf Zypern genau verfolge und die Unterstützung für Zypern bereits deutlich ausgebaut habe. „Die Kommission und die EU-Agenturen stehen bereit, die Unterstützung weiter zu erhöhen, falls nötig.“

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