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Finanzkrise in Griechenland Athen tendiert zur Verlängerung der Kredite

Einem Insider zufolge will die griechische Regierung am Donnerstag nun doch eine Verlängerung des laufenden Kreditprogramms beantragen. Vorher hieß es, Griechenland wolle den Antrag bereits Mittwoch stellen.

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Laut einem Insider will Athen das laufende Kreditprogramm mit den Euro-Partnern nun doch verlängern. Die Verhandlungen waren am Montag ursprünglich für gescheitert erklärt worden. Quelle: dpa

Brüssel/Athen Entgegen früheren Aussagen wird Griechenland voraussichtlich erst am Donnerstagmorgen eine Verlängerung der laufenden Kredite der Euro-Partner beantragen. Dies verlautete am Mittwoch aus griechischen Regierungskreisen. Ein Regierungssprecher hatte den Antrag zuvor für Mittwoch in Aussicht gestellt.

Die neue griechische Regierung wehrt sich gegen eine Zusammenarbeit mit der sogenannten Troika aus EU-Kommission, IWF und EZB und hat die Rücknahme von Sparmaßnahmen eingeleitet. Die Euro-Länder haben Athen eine Frist bis Ende der Woche gesetzt, um zu einem Kompromiss zu kommen. Laut dem französischen Finanzminister Michel Sapin führt an einer Verlängerung des Ende Februar auslaufenden aktuellen Kreditprogramms für das klamme Land kein Weg vorbei.

Weitere Stationen im griechischen Schuldendrama

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hatte es zuvor abgelehnt, das an bestimmte Reformauflagen geknüpfte komplette Hilfsprogramm zu verlängern, das am 28. Februar endet. Der Ministerpräsident unterscheidet ausdrücklich zwischen dem gesamten Programm und dem Kreditabkommen im Speziellen.

An den Finanzmärkten wurden die Informationen positiv aufgenommen. Der Euro legte zum Dollar zu. Die US-Börsen verringerten ihre Kursverluste.

Den Euro-Finanzministern war es am Montagabend nicht gelungen, den Konflikt mit der von Links- und Rechtspopulisten getragenen griechischen Regierung zu lösen. Sie setzten den Griechen eine Frist bis zum Ende der Woche, um das in elf Tagen auslaufende Rettungsprogramm um einige Monate zu verlängern.

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