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Freihandelsabkommen Mexiko sieht trotz Handelsstreits noch gute Chancen für Nafta

Die Verhandlungen über das nordamerikanische Freihandelsabkommen halten an. Die Chancen für den Deal stehen laut Mexiko besser als 50:50.

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Der mexikanische Wirtschaftsminister schürt die Hoffnung, dass eine Nafta-Überarbeitung noch in diesem Jahr klappen könnte. Quelle: Reuters

Mexiko-Stadt Trotz der Zuspitzung des Handelsstreits mit den USA geht Mexiko von einer erfolgreichen Überarbeitung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta noch in diesem Jahr aus. Die Chancen dafür stünden bei mehr als 50 Prozent, sagte Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo am Dienstag im mexikanischen Fernsehen.

Die wesentlichen Fragen der künftigen Nafta-Struktur seien bereits geklärt. Was noch fehle, sei der politische Wille und die erforderliche Flexibilität zum Abschluss eines solchen Deals.

Die USA, Mexiko und Kanada verhandeln seit Monaten über ein neues Abkommen. US-Präsident Donald Trump hatte mit einem Nafta-Ausstieg gedroht, weil die USA nach seinen Worten mit dem bisherigen Vertrag unfair behandelt werden. Eine Einigung auf einen neuen Deal war schon mehrfach binnen Wochen angekündigt worden. Zuletzt hatte es geheißen, Ziel sei ein Abschluss bis zur Wahl in Mexiko am 1. Juli.

Zwischen beiden Ländern hatte sich zuletzt zudem ein Streit über zusätzliche Abgaben hochgeschaukelt. Die USA erheben seit Monatsbeginn für Unternehmen der Nafta-Partner Mexiko und Kanada – ebenso wie für Firmen aus Europa – Zölle auf Stahl (25 Prozent) und Aluminium (zehn Prozent). Mexiko hatte als Antwort darauf in dieser Woche mit der Ankündigung neuer Abgaben auf US-Produkte reagiert, unter anderem für Stahlerzeugnisse, Whiskey, Schweinefleisch und Äpfel.

Analysten der ING Bank zufolge könnte Trump den Schritt der Mexikaner als Rechtfertigung für einen Nafta-Ausstieg nutzen. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte am Dienstag erklärt, der Präsident bevorzuge inzwischen getrennte Verhandlungen mit den beiden Handelspartnern.

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