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Gift-Attentat Mutmaßlicher Kim-Attentäterin droht keine Todesstrafe mehr

Die Staatsanwaltschaft hat den Mordvorwurf gegen die 30-jährige Vietnamesin vor einem Gericht in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur am Montag fallen gelassen.

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Kuala Lumpur Im Prozess um das tödliche Gift-Attentat gegen den Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un droht der letzten verbliebenen Angeklagten keine Todesstrafe mehr. Die Staatsanwaltschaft ließ den Mordvorwurf gegen die 30-jährige Vietnamesin vor einem Gericht in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur am Montag fallen. Im Gegenzug gab die Frau zu, dem Nordkoreaner Kim Jong Nam körperliche Gewalt angetan zu haben. Damit kann sie jetzt nur noch zu maximal zehn Jahren Haft verurteilt werden.

Die Vietnamesin hatte den Halbbruder von Nordkoreas Diktator im Februar 2017 zusammen mit einer inzwischen freigelassenen Indonesierin auf dem Flughafen von Kuala Lumpur getötet. Beide Frauen behaupten, dass sie nicht wussten, was sie taten. Angeblich dachten sie, dass sie für einen Fernsehscherz im Stil der „Versteckten Kamera“ einem fremden Mann Babyöl ins Gesicht drücken sollten. Tatsächlich handelte es sich um Nervengift. Vermutet wird, dass Nordkoreas Geheimdienst hinter dem Attentat steckt.

Die Mitangeklagte war im vergangenen Monat auf Bitten der indonesischen Regierung überraschend freigekommen. Vietnam hatte sich dafür eingesetzt, dass auch die Vietnamesin nach Hause darf - jedoch ohne Erfolg. Auf Mord steht in Malaysia die Todesstrafe.

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