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Griechenland Erneute Chaosnacht in Athen

Einmal mehr kam es in Griechenland am Tag der Studentenrevolte zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Anarchisten schleuderten in Athen unter anderem Feuerwerkskörper und verletzen dabei eine Zivilistin.

Tausende Menschen hatten am Freitag in Griechenland mit Demonstrationen an den blutig niedergeschlagenen Studentenaufstand von 1973 erinnert. Quelle: dpa

AthenErneut haben Autonome in der Nacht zum Samstag das Athener Stadtviertel Exarchia ins Chaos gestürzt. Sie schleuderten Dutzende Brandflaschen, Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln und andere Gegenstände gegen die Polizei. Dabei wurde eine Frau durch eine Leuchtkugel schwer verletzt, wie der Rettungsdienst am Samstag mitteilte. 16 Menschen wurden festgenommen, teilte die Polizei mit.

Zu den Ausschreitungen in dem als Hochburg der anarchistischen Bewegung geltenden Stadtviertel Exarchia kam es nach einer friedlichen Demonstration, bei der mehrere Tausend Menschen an einen Studentenaufstand gegen die griechische Militärjunta (1967-1974) am 17. November 1973 erinnerten. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben, wie das griechische Fernsehen weiter berichtete.

Im Stadtteil Exarchia haben Autonome, Anarchisten und andere Gruppierungen seit Jahren die Oberhand gewonnen. Die Post und mehrere Banken haben ihre Exarchia-Filialen in den vergangenen Jahren geschlossen. Wer kann, verlässt den Stadtteil. Die griechische Polizei steht den Krawallmachern weitgehend machtlos gegenüber.

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