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Impfstoff Südafrika will sein Gesundheitspersonal nicht mit Astra-Zeneca-Vakzin impfen

Eine Studie hatte einen nur minimalen Schutz vor leichten Verläufen von Covid-19 nahegelegt. Die Impfstoff-Entwickler kündigen ein Update an, das helfen soll.

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Studie wiesen nach Oxford-Angaben jüngst darauf hin, dass das Astra-Zeneca-Vakzin bei Infektionen mit der südafrikanischen Corona-Variante nur „minimalen Schutz“ gegen leichte Verläufe der Krankheit Covid-19 bietet. Quelle: AP

Südafrika will Mitarbeiter des Gesundheitswesens anders als bislang geplant nicht mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca und der Universität Oxford impfen. Erste Ergebnisse einer klein angelegten Studie wiesen nach Oxford-Angaben jüngst darauf hin, dass das Astra-Zeneca-Vakzin bei Infektionen mit der südafrikanischen Corona-Variante nur „minimalen Schutz“ gegen leichte Verläufe der Krankheit Covid-19 bietet.

In der vergangenen Woche hatte das Land die erste Million Dosen des Vakzins erhalten. Es war erwartet worden, dass das Mittel ab Mitte Februar für die Impfungen von Pflegepersonal und Ärzten genutzt wird, die in vorderster Front gegen die Pandemie kämpfen. An der Studie, die noch nicht unabhängig geprüft wurde, hatten sich etwa 2000 gesunde und junge Menschen beteiligt.

Das Risiko einer schweren Erkrankung sei in der Studie nicht erfasst worden, teilten die Universität Oxford in Großbritannien sowie die Witwatersrand-Universität in Johannesburg mit. Die Studienteilnehmer gehörten wegen ihres jungen Alters nicht zu Risikogruppen für schwere Verläufe von Covid-19.

Die zuerst in Südafrika entdeckte neue Variante des Coronavirus ist nach Angaben des Gesundheitsministers Zweli Mkhize mittlerweile für mehr als 90 Prozent der Corona-Infektionen in dem Land verantwortlich.

Die Entwickler des Oxford/Astra.Zeneca-Vakzins erklärten, sie gingen davon aus, bis zum Herbst über einen verbesserten Impfstoff zu verfügen, der auch einer infektiöseren, zuerst in Südafrika entdeckten Virus-Variante gerecht wird.

Das teilte Sarah Gilbert, die führende Wissenschaftlerin im Forscherteam der Universität Oxford in Großbritannien, am Sonntag mit. „Es sieht sehr danach aus, dass wir im Herbst eine neue Version (des Impfstoffs) einsatzbereit haben.“ Die Gesundheitsbehörden im Vereinigten Königreich haben bislang mehr als 100 Corona-Fälle identifiziert, bei denen die Virusvariante bereits ursächlich war.

Norwegen verschärfte am Sonntag wegen eines Clusters von durch die Virus-Varianten aus Südafrika und Großbritannien ausgelösten Corona-Infektionen in der Region Bergen und in zwölf umliegenden Regionen die Corona-Maßnahmen.

Bislang wurden etwa 315 Fälle der als ansteckender geltenden Corona-Varianten aus Großbritannien beziehungsweise Südafrika in Norwegen nachgewiesen.

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