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Industriezollabkommen Merkel will US-Strafzölle offenbar durch „TTIP light“ abwenden

Die EU ist nur noch bis Ende April von US-Strafzöllen ausgenommen. Mit einem Industriezollabkommen strebt Merkel laut einem Bericht nun die dauerhafte Befreiung an.

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Die Kanzlerin kehrt von ihrer US-Reise mit leeren Händen zurück. Quelle: AP

Berlin Im Handelsstreit zwischen EU und USA setzt sich die Bundesregierung einem Zeitungsbericht zufolge für ein Industriezollabkommen ein. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Regierungskreise. Das Blatt beschreibt den Vorschlag als „TTIP light“, eine abgespeckte Variante des auf Eis liegenden transatlantischen Freihandelsabkommens.

Davon würden auch die USA profitieren, weil dann Zölle auf Waren sinken oder sogar gestrichen würden, heißt es in dem Bericht. Demnach dürfte der Vorschlag aber in der EU auf große Hürden stoßen. Die Franzosen wollten bei einem TTIP im kleinerer Format nicht mitmachen.

Das transatlantische Freihandelsabkommen wurde zwar lange verhandelt, bislang aber nicht vereinbart. EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt zu einer Wiederaufnahme der TTIP-Gespräche aufgefordert, die seit mehr als einem Jahr auf Eis liegen.

Der Zwist dreht sich um amerikanische Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Die EU ist davon nur vorläufig bis Ende April ausgenommen und strebt eine dauerhafte Befreiung davon an. Ein Erfolg ist bislang jedoch nicht absehbar. Weder der französische Präsident Emmanuel Macron noch kurz darauf Bundeskanzlerin Angela Merkel kehrten jüngst nach Gesprächen in Washington ohne Zugeständnisse Trumps nach Hause zurück.

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