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Klimaschutz China führt nationalen Emissionshandel ein

Autos bewegen sich durch Smog-vernebelte Straßen Pekings. Quelle: REUTERS

Chinas Emissionshandelssystem sollte bereits 2017 eingeführt werden, wurde dann aber wiederholt verzögert. Nun soll es wirklich an den Start gehen – sogar noch im Juli.

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China will mit seinem lange erwarteten Emissionshandelssystem (ETS) nun ernst machen und noch in diesem Monat damit starten. Die Vorbereitungsarbeiten seien „im Wesentlichen abgeschlossen“, sagte Vize-Umweltminister Zhao Yingmin am Mittwoch. „Wir werden einen Zeitpunkt für die Einführung des nationalen ETS auswählen und den Handel noch im Juli beginnen.“ Er nannte kein genaues Datum, Insider erwarten aber, dass der Emissionshandel am Freitag gestartet werde.

Das Programm sollte bereits 2017 eingeführt werden, wurde dann aber wiederholt verzögert, teilweise aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Transparenz der Emissionsdaten. Zuletzt war ein Fall aufgedeckt worden, bei dem ein Energieunternehmen Daten gefälscht hatte. Der Handel mit CO2-Zertifikaten ist ein wichtiges Instrument zum Klimaschutz.

Industrie und Kraftwerke als größte CO2-Produzenten bekommen eine bestimmte Menge an Rechten zugeteilt, die über die Jahre sinkt. Wer umweltfreundlich produziert, kann überschüssige Zertifikate an der Börse an solche Unternehmen verkaufen, die zusätzliche Rechte benötigen. China ist neben den USA der weltgrößte CO2-Produzent.

Mehr zum Thema: Wie Deutschlands Industrie mit dem CO2-Preis kämpft.

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