WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Korea Kim Jong Un trifft Südkoreas Präsidenten

Kim Jong Un (l), Machthaber in Nordkorea, und Moon Jae In, Präsident von Südkorea, umarmen sich in der demilitarisierten Grenzstadt Panmunjom. Quelle: dpa

Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats trafen sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae. Dabei ging es auch um Donald Trump.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Nach ihrem Gipfeltreffen im April haben sich der südkoreanische Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un am Samstag überraschend zum zweiten Mal getroffen. Das teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Im Mittelpunkt der Gespräche im Grenzort Panmunjom habe die Umsetzung ihrer Vereinbarungen beim ersten Treffen sowie die Bedingungen für den Erfolg eines möglichen Gipfels zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump gestanden. Die Ergebnisse des Treffens zwischen Moon und Kim sollen erst an diesem Sonntagbekanntgemacht werden. 
Wenige Stunden zuvor hatte Trump via Twitter bekanntgegeben, dass er einen Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber am 12.Juni in Singapur doch noch für möglich hält. Am Donnerstaghatte Trump das geplante Treffen, bei dem es um eine friedliche Lösung deslangjährigen Streits um das nordkoreanische Atomprogramm gehen sollte, noch abgesagt. 
„Wir haben sehr produktive Gespräche mit Nordkorea darüber, den Gipfel wieder zu terminieren“, schrieb Trump am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter. Wenn es zu einem Treffen mit Kim komme, werde es wahrscheinlich bei dem ursprünglich anvisierten Datum, also dem 12. Juni, in Singapur bleiben. Nötigenfalls könne das Treffen um einen Tag verlängert werden.
Die Absage des Gipfels mit Kim begründete Trump mit einer aggressiven Haltung Nordkoreas und scharfer Rhetorik aus Pjöngjang. Kurz zuvor hatte Nordkorea mit einer Absage des Treffens gedroht. Nach einem Brief Trumps an Kim, in dem er die Absage verkündet hatte, hatte es von beiden Seiten versöhnliche Töne gegeben.
Das Treffen zwischen Kim und Moon war vorher nicht angekündigt worden. Nordkorea hatte zuletzt aus Verärgerung über ein Militärmanöver Südkoreas mit den USA hochrangige Kontakte mit dem Nachbarland vorerst auf Eisgelegt.
Kim hatte bei dem ersten Gipfelmit Moon am 27. April auf südkoreanischer Seite von Panmunjom einen vollständigen Abbauseines Atomwaffenprogramms und ein Ende der Feindseligkeiten gegenüber Südkorea versprochen. Außerdem soll das seit dem Ende des Koreakrieges vor 65 Jahren gültige Waffenstillstandsabkommen noch in diesem Jahr durch einen Friedensvertrag ersetzt werden. Beide unterzeichneten eine weitgehende gemeinsame Erklärung, die eine „neue Ära des Friedens“ einläuten soll.
Kim hatte zwar keine konkreten Zusagen für die Beseitigungseines Atomwaffenarsenals gemacht. Doch wurde das Treffen auch als Wegbereiter für ein geplantes Treffen mit Trump gesehen. 
Für den Gipfel im April mit Moon hatte Kim als erster nordkoreanischer Führer seit dem Ende des Korea-Krieges (1950-53)die schwer bewachte Grenze überquert und südkoreanischen Bodenbetreten. Der Machthaber wurde direkt an der Demarkationslinie in der gemeinsamen Sicherheitszone von Moon Jae In empfangen. 

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%