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Nach Forderung der Türkei USA planen keinen Truppen-Abzug aus nordsyrischem Manbidsch

Die USA lehnen die Aufforderung der Türkei ab, das US-Militär aus Manbidsch abzuziehen. Ein Armeeangehöriger äußerte sich entsprechend. Laut Ankara riskiert er damit eine Konfrontation mit türkischen Bodentruppen.

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Istanbul Die USA haben nach Angaben eines führenden Militärs nicht die Absicht, der türkischen Aufforderung nach Abzug der US-Truppen aus der Region um die syrische Stadt Manbidsch Folge zu leisten. Ein Rückzug der US-Einheiten werde nicht erwogen, zitierte der Sender CNN am Montag auf seiner Webseite den Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos, Joseph Votel. Dies habe Votel am Sonntag während einer Reise in den Nahen Osten erklärt.

Die Türkei hat angekündigt, ihre Offensive gegen die von den USA unterstützte Kurdenmiliz YPG in Afrin auch auf Manbidsch auszuweiten. Die Regierung in Ankara forderte die US-Truppen daher auf, sich umgehend aus Manbidsch zurückzuziehen und ihre Hilfe für die YPG-Kämpfer einzustellen. Andernfalls riskierten sie eine Konfrontation mit den türkischen Bodentruppen.

Die USA haben rund 2000 Soldaten in Nordsyrien stationiert. Sie unterstützen verschiedene Rebellengruppen rund um die YPG, die im vergangenen Jahr die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) vertrieben haben. Die Türkei betrachtet die YPG als Terrorgruppe und eine Schwesterorganisation der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei seit drei Jahrzehnten für mehr Autonomie kämpft.

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