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Philippinen Sieben Tote durch Rebellen

Eigentlich hatte der philippinische Präsident Rodrigo Duterte für das Wochenende Friedensverhandlungen mit kommunistischen Rebellen geplant. Doch wegen eines Anschlags auf Polizisten sagte er die Gespräche ab.

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Die Friedensgespräche mit Vertretern der kommunistischen Rebellen und der Regierung sollten in den Niederlanden stattfinden. Sie seien eine Zeit- und Geldverschwendung, sagte Duterte angesichts der jüngsten Gewalt. Quelle: Reuters

Manila Vermutlich kommunistische Rebellen haben auf den Philippinen aus dem Hinterhalt sieben Menschen getötet, darunter sechs Polizisten. Präsident Rodrigo Duterte sagte daraufhin am Freitag die für das Wochenende geplanten Sondierungsgespräche mit Rebellenführern über neue Friedensverhandlungen ab, wie er am Rande einer Veranstaltung in Davao verkündete. Der Angriff aus dem Hinterhalt ereignete sich den Angaben zufolge in Guihulngan in der Provinz Negros Oriental knapp 550 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.

Der seit mehr als 50 Jahren andauernde Konflikt mit der kommunistischen Rebellengruppe Neue Volksarmee ist nur einer, der den Inselstaat erschüttert. Noch weiter im Süden der Philippinen tobt seit zwei Monaten ein Kampf zwischen islamischen Extremisten und der Regierungsarmee um die Stadt Marawi. Duterte hatte am Donnerstag Marawi aufgesucht, um die Moral der dort eingesetzten Soldaten zu stärken.

Die Gespräche mit Vertretern der kommunistischen Rebellen und der Regierung sollten in den Niederlanden stattfinden. Sie seien eine Zeit- und Geldverschwendung, sagte Duterte angesichts der jüngsten Gewalt weiter. Bereits am Mittwoch hatten kommunistische Rebellen neun Sicherheitskräfte ermordet. Führende Rebellen leben seit rund 30 Jahren in den Niederlanden im Exil.

Beide Seiten wollten zusammenkommen, um über eine Wiederaufnahme der seit Mai ausgesetzten Friedensgespräche zu beraten. Sobald die Militäroffensive zur Befreiung von Marawi beendet sei, würden die Rebellen das nächste Ziel der Armee, sagte Duterte weiter.

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